Gedichte
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Trauer um Florian
Gedenkseite für Florian Gérard mit Gedichten

Wenn ich an Dich denke
Wenn ich an dich denke, bin ich oft traurig und voller Sehnsucht. Wenn ich an dich denke bin ich voller Dankbarkeit, dass ich dich haben durfte. Wenn ich an dich denke, sehe ich Schmetterlinge und Sonnenblumen. Wenn ich an dich denke, weiß ich, dass es dir gut geht. Wenn ich an dich denke, freue ich mich auf ein Wiedersehen. © Ursula Raden, August 2009

Langgasse
Langgasse Als ich noch dort lagUnd versuchte, Sinn darin zu erkennenUnd Du gingst. Im BuchDein Bild mir ansah,Dein rotes GesichtSo klein.Dein Schopfnicht vielUnd Du gingst. Ich meine SichtNur für eine kurze EwigkeitverlorDein HandtuchfeuchtwarmNoch an der TürUnd Du gingst. StoßendIch griff um michDer AufprallAuf den unfruchtbaren Boden der TatsachenUnd Du gingst. Mein Leib starr,Mein WortIch nicht mehr horchteNur mein Herz pochte e...

Du fehlst mir so sehr, mein Kind
Wenn die Winterstürme schweigen Und sich die ersten Knospen zeigen Weil alles Leben neu beginnt Fehlst Du mir so sehr, mein Kind... Wenn die Sonne höher steht Und jeder gerne baden geht Weil endlich Sommerferien sind Fehlst Du mir so sehr, mein Kind... Wenn sich kleine Hände regen Und Drachen durch die Lüfte fegen Weil kräftig bläst des Herbstes Wind Fehlst Du mir so sehr, mein Kind... Wenn die ersten Flöckchen fallen Und Kin...

Die besonderen Tage
Geburtstag, Ostern, Weihnachtszeit lässt kleine Kinderaugen strahlen voller Glück und Heiterkeit - schön ist es, sich das auszumalen... Mein Kind, wie gerne würde ich auch mit Dir solch' Tag erleben, denn das würde sicherlich sehr viel Spaß und Freude geben... Das ist ein wunderschöner Traum, doch bleibt es nur ein Traum allein, vergänglicher als Meeresschaum, denn Du kannst nicht bei mir sein... Statt mit Dir Jux und Ulk zu w...

Die kurze Zeit mit Dir, mein Kind
Die kurze Zeit mit Dir, mein Kind - ein leiser Hauch der Ewigkeit, flüchtig wie der Sommerwind, entflohen in die Vergangenheit... Manchmal scheint alles nur ein Traum, ein Zerrbild meiner Phantasie, unwirklich und greifbar kaum - und doch vergesse ich Dich nie... Du bist ein Teil von meinem Leben! Auch wenn wir nicht zusammen sind, hat sie mir doch so viel gegeben - die kurze Zeit mit Dir, mein Kind... Ralf Korrek, 20.11.200...

Sternenreise
Unaufhaltsam, still und leise, gehst Du auf Deine weite Reise dorthin, wo alle Engel sind... Leb wohl, geliebtes Menschenkind. Der Abschied fällt uns wirklich schwer; erwarteten wir Dich doch so sehr... und manche heiße Träne rinnt um Dich, geliebtes Menschenkind. Wo versteckt sich Deine Welt am hellen Funkelsternenzelt? Die Antwort kennt allein der Wind... Schlaf wohl, geliebtes Menschenkind. Und plagt die Sehnsucht uns zu se...

Ein paar Minuten nur
Leise, leise, Du mein Kindkamst viel zu leise, wie ein zarter Windich wartete auf Dein Schrein,ich konnt' es nicht glauben, so durft' es nicht sein. Du lebtest ein paar Minuten nurund ich spürte sie auf, Deine feine Spurich atmete den Duft Deiner Hautund flehte Dich an: "Maus, atme mal laut!"Doch Dir fehlte die Krafthast Dich vielleicht nur meinetwegen zum Leben aufgerafftein paar Minuten nurund doch bleibt eine Spurvon Dir mein Schatz in mein...

Still, still, seid leise
Still, still – seid leise es waren Engel auf der Reise. Sie wollten ganz kurz bei euch sein, warum sie gingen, weiß Gott allein. Sie kamen von Gott, dort sind sie wieder. Wollten nicht auf unsere Erde nieder. Ein Hauch nur bleibt von ihnen zurück, in eurem Herzen ein großes Stück. Sie werden jetzt immer bei euch sein, vergesst sie nicht, sie waren so klein. Geht nun ein Wind, an mildem Tag, so denkt, es war ihr Flügelschlag. Und ihr...

Mami, ich lebe
Mami, ich lebe Mami, ich lebe - in einer anderen Welt,hier zählt nur Liebe, kein Gold und kein Geld! Mami, ich lebe - nur anders als auf  Erden,wisse, hier wird jeder glücklich werden. Mami, ich lebe - bin immer noch da,sprich mit mir, denn ich bin dir ganz nah! Mami, ich lebe - und ich liebe dich so,denn die Liebe die bleibt und macht mich so froh! Mami, ich lebe - und schenk mir Vertrauen,es gibt für uns ein freudiges Wied...

Ohne Dich
Ohne dich weinen oder lachen, ohne dich erholsame Ferien machen! Ohne dich spazieren gehen, ohne dich die Welt besehen! Ohne dich am Tische sitzen, ohne dich zum Spielplatz flitzen! Ohne dich Weihnachten verbringen, ohne dich fröhliche Lieder singen! Ohne dich ist das Leben so schwer, mein Kleines, wir vermissen dich sehr! ©Bettina Kober

Leben ohne Dich
Die Welt war bunt, die Welt war schön,du warst so lieblich anzuseh'n.Gelockt dein langes blondes Haar, deine blauen Augen wunderbar,du warst der Edelstein in unser'm Leben,was konnt' es für uns Bess'res geben? Du warst das Glück, das wir ersehnt,hast unser Leben stets verschönt,brachtest Freude, Frohsinn, Heiterkeit,es war für uns die allerschönste Zeit,die wir erleben durften hier auf Erden.Könnt' es doch wie früher werden! Dein Lachen w...

Gedankenreise
Ist mir manchmal schwer um's Herz und mich peinigt Gram und Schmerz, dann netzen Tränen mein Gesicht und ich entzünde ein Kerzenlicht... Nun gehen die Gedanken leise, doch unaufhaltsam, auf die Reise vorbei an Berg und See und Strand in's ferne Sternenkinderland... Von weitem grüßt das Wolkenhaus, grad' strömen alle Kinder 'raus, und sie verbringen manche Stunde bei Spaß und Spiel in lust'ger Runde... Das mach hungrig, ist do...

Du hast uns zu stolzen Eltern gemacht
Vom Tag an, da wir von Dir gewußt, schlug schneller das Herz in unserer Brust. Schon planten wir unser neues Leben; Dir galt uns're Liebe und unser Streben. Liebevoll hatten wir alles geplant... und niemals das bittere Ende erahnt. Nun spüren wir Sehnsucht und Trauer, für immer. Verwaist ist Dein Platz im Kinderzimmer. In Tausend Scherben liegt unser Glück. Nur wenige Dinge blieben zurück... doch zeigen sie allen - es hat Dich geg...

Ein kleines Zeichen
Ein kleines Zeichen nur von Dir, liebes Kind, das wünsch' ich mir... das mir sagt, es geht Dir gut; das neue Hoffnung bringt und Mut. Wie lebt es sich im Sternenland, mit anderen Kindern Hand in Hand? Ist es da wirklich bunt und schön, und könnt Ihr uns von dort aus sehen? Ihr seid bestimmt ein munteres Völkchen; tobt lustig durch die Kuschelwölkchen und spielt den lieben langen Tag... das sind Gedanken, die ich mag! Zwar werd...

Kleiner Engel
Sag mir, kleiner Engel, wo ist Deine Welt? Ist es dort bunt und schön, wie's Kindern gut gefällt? Wohnst Du kuschelig warm im hellen Wolkenhaus? Und wie sieht von dort oben ein Regenbogen aus? Sag mir, kleiner Engel, hast Du Freunde dort, und bist nicht allein an jenem fernen Ort? Spielt Ihr schön zusammen, ohne Zank und Streit? Erzählt Ihr Euch Geschichten vor der Schlafenszeit? Sag mir, kleiner Engel, träumst Du manchmal von mir? ...

Du fehlst mir so
Du fehlst mir so Mir fehlt Dein Lachendass ich nie sehen durfteMir fehlt Dein schreiendass ich nie hören durfteMir fehlt Dein weinendass ich nie trösten durfteMir fehlt Dein hungerden ich nie stillen durfteMir fehlt Dein hübsches Gesichtdass ich nur kurz streicheln durfteMir fehlen Deine kleinen Händedie ich nur kurz halten durfteMir fehlen Deine kleinen Füßedie nie laufen durftenDu fehlst mir einfach so!Du fehlst mir soan jedem TagDu fehlst...

Bitte einer Mutter an Gott
Mein Liebstes hast du mir genommen! Gott! Vater! Ist es bei dir angekommen? Hast du mein' Liebling nun in deinen Armen? Ich bitte dich - hab' doch Erbarmen! Zeig' mir mein Kind an deiner Hand in dem für mich so fernen Land! Lass' es mich in meinen Träumen sehen, dann werd' ich dich vielleicht verstehen. Lass' mich sehen, wie es meinem Kinde geht, wie es froh an deiner Seite steht, wie du es liebevoll behütest in deinem Rosengarten...

Rückblick - Ausblick
Einst sahen wir die Sonne lachenSchienen doch mit LeichtigkeitVollkommen unser Glück zu machen... Längst schon hat der Strom der ZeitUnzähmbare UrgewaltVerschlungen die Vergangenheit Längst schon sind die Kerzen kaltBrannten einst in dunkler StundeAuch die Worte sind verhallt Längst schon Narben trägt die WundeKann doch niemals vollends heilenGibt von unserer Sehnsucht Kunde Längst schon hilft es Kraft zu teilenGemeinsam diesen Weg ...

Heut´ besuche ich mein Kind
Heut' besuche ich mein KindDenn ich vermisse es so sehrBäume wiegen sich im WindDer ganze Platz ist menschenleer Von weitem sehe ich das ZielUmrahmt vom frischen Grün der WiesenDreht sich keck ein WindradspielAls wollte mich mein Kind begrüßen Dann steh' ich still an jenem OrtAn meines Babys RuheplatzSo nah und doch zugleich weit fortIst mein geliebter kleiner Schatz Tausend Bilder, tausend TräumeGehen mir durch Haupt und HerzNur die z...

Lasst ihre Namen hell erklingen
Heut' werden viele Kerzen brennenund die Dunkelheit durchdringen.weithin soll man ihr Licht erkennen,soll'n Wärme in die Herzen bringen. Jede Kerze wird entzündetfür ein ganz besonderes Kind.Allen Menschen sei verkündet,dass wir stolze Eltern sind! Eltern kleiner Engelein,die von uns gingen vor der Zeitin eine Welt, so schön und rein -geliebt in alle Ewigkeit! Manch' Seelen nur die Erde streifen,hört man weise Männer sagen...schwer ist...

Tiefes Schweigen
"Seht her - das ist mein Sternenkind!"Würd' Euch so gern ein Foto zeigen...Bin stolz, wie alle Eltern sind!Doch, Ihr hüllt Euch in tiefes Schweigen. Sein Name wird mich stets betören;ist wie Musik aus Himmelsgeigen...Ach, lasst mich diesen Namen hören!Brecht bitte Euer tiefes Schweigen. Ich spüre den verstohlenen Blick...Doch fällt kein einz'ges Wort, Ihr Feigen!Warum zieht Ihr Euch so zurückin die Burg aus tiefem Schweigen?! Bis sich ...

Eine Bitte an unsere Mitmenschen
Unser Kind hat uns verlassen,nie werden wir es lachen sehen -wer kann unseren Schmerz erfassen,wer kann unser Leid verstehen... Verzeiht, wenn wir uns so "verwandeln",doch nichts kann unseren Kummer lindern -unser Denken, Sehnen, Handeln,gilt stets unseren Sternenkindern... Beachtet bitte, was Ihr sagt,wenn Ihr mit uns sprechen solltet -damit Ihr uns nicht quält und plagt,wo Ihr uns doch trösten wolltet... Worte haben große Macht,sie s...

Das Land der Sternenkinder II
Das Land der Sternenkinder fernist unseren Augen wohl verborgen..."Wie geht es meinem kleinen Stern?"fragt man sich deshalb voller Sorgen. Die leise Antwort trägt der Wind,sie raschelt durch den alten Baum...wir hören unser kleines Kind -es spricht zu uns in unserem Traum! "Liebe Eltern, wir verstehendaß Kummer nagt an Eurem Herzen...doch unsere Welt ist bunt und schön -frei von Sorgen, frei von Schmerzen! Die Wolken treiben sanft dahini...

Sehnsucht einer Mutter
Regenbogen - Schmetterlinge,unser beider Lied ich singe.Leise summ ich's vor mich hin,in Gedanken ich stets bei Dir bin Ich denk an Dich an allen Tagen,mein Kopf ist voll von vielen Fragen.Wie es Dir wohl geht in Deiner Welt-ist Glück im großen Himmelszelt? Du bist so fern und doch so nah,ich fühle, Du bist immer da!Blumen blüh'n so wunderschön,ob wir zwei uns wiederseh'n? All Dein Spielzeug: Puppe, Teddy, Hampelmannlächelnd schaut's m...

Frühling
Frühling Frühling, die Natur und das Leben erwacht. Nur ich, ich habe wie immer an Dich gedacht. Frühling, dass Herz und die Lungen möchten sich weiten. Nur in mir wird jetzt die Sehnsucht quälende Schmerzen bereiten. Frühling das Leben Sich regt und die Erde erblüht. Nur ich, ich bin so unendlich traurig und müd. Frühling, ein neues Jahr beginnt mit ganzer Macht. Nur ich, ich sehne mich und will Dich berühren, ganz sacht. Fr...

Sternenkind
Da oben leuchten die Sterne -in unendlich weiter Ferne.Du bist dort oben, ich weiß es genau,zu gerne ich nachts in den Himmel schau. Da oben leuchten die Sterne -ich habe sie alle so gerne.Du siehst herunter - ich spür deinen Blick,doch leider kommst du niemals zurück. Da oben leuchten die Sterne -ich suche dich in der Ferne.Ich hab dich so lieb, mein Sternenkind,meine Sehnsucht trägt dir hinauf der Wind !!! © Marion Löffler...

Ein Traum
Warst du nur ein schöner TraumWeggenommen beim Erwachen Warst viel zu kurz bei uns im RaumIch höre noch Dein Lachen Nur einmal durfte ich ihn träumenKommst niemals mehr zu mir zurück Lebst nun in andern wundervollen Räumen Dort hin durfte ich nicht mit Ab und zu darf ich Dir nach sehn Ein kleinen Blick dort hin Gene möchte ich dir nach gehen Und versteh des Traumes Sinn (Anke Steininger)...

Regenbogenbrücke
Uns blieb zu wenig Zeit zum Abschied nehmen.Aus grauen Wolken regnet Traurigkeit,sammelt sich mit meiner Augen Tränenin einem See, geflutet zwischen Raum und Zeit. Es ist nicht leicht, den Tod zu akzeptieren,so schwer, Realitäten zu versteh´n.Es tut so weh, Dich zu verlieren,doch Du hilfst mir, die Wunderwelt zu seh´n. In meinen Träumen kann ich Dich noch spüren,hör´ wie Du sagst, Du bist nicht fern von hier.Wenn Sonnenschein und Regen sich b...

Gedanken einer verwaisten Mutter
Mein Kind - wo bist du, wo?Mein Herz tut weh und sehnt sich sonach deiner Nähe, deiner Liebe.Mir ist, als ob mir nichts mehr bliebe.In meiner Seele drinnen ist nur Leere,es sticht in meiner Brust wie tausend Speere.Die Wunden wollen nicht verheilen,kann an keinem Ort mehr ruhig weilen.Die Gedanken wirr, der Kopf so schwer,wo nehme ich die Kraft nur her?Ein Leben führen ohne dich,wie soll das gehen, frag' ich mich.Gott sagt, ich muss weiter lebe...

Sternchen's Geburtstag
 Geburtstag hat mein Sternenkind,darum fliege ich geschwindhinter jenen Wolkenschleier,denn dort steigt die große Feier! Auf einer weiten Blumenwiese,umweht von einer warmen Brise,steht ein großer, runder Tischmit Leckereien, bunt und frisch. Der Tisch ist reichlich eingedecktmit allem, was den Kindern schmeckt:Brause, Naschis, Schokotorte,Pudding, Obst in jeder Sorte! Alle Stühle sind besetzt,denn die Party startet jetztund heut'...

Ich denk an Dich, mein Kind
Wenn Wolken sich am Himmel drängenWenn Früchte an den Bäumen hängenWenn Blumen wiegen sich im WindDenke ich an Dich, mein Kind... Wenn das Mondlicht hell erstrahltWenn Sternenglanz am Himmel maltWenn Sonne durch den Nebel find'Denke ich an Dich, mein Kind... Wenn Vogelstimmen hell erschallenWenn im Herbst die Blätter fallenWenn die Tage kürzer sindDenke ich an Dich, mein Kind... Wenn die Meereswellen rauschenWenn sich im Sturm die Sege...

Wolkenboote
Wolkenboote im Himmelsmeertragen Träume hin und her.Die Segel aufgebläht im Windschwebt eines auch zu unserem Kind. Viel hat das Wolkenboot zu tragen:Bilder von vergangenen Tagen,manch unvergessenen Augenblickvom leider allzu kurzen Glück. Zunkunft, wie wir sie gedacht.Bilder voller Farbenpracht.All die Liebe, die wir spüren,die wir niemals mehr verlieren. Auch unsere Trauer, unsere Tränen,unser Hoffen, unser Sehnen,unseren Glauben, un...

Kerzenlicht
Vor mir steht eine Kerze, spendet warmes Licht.Ungezählte Tränen benetzen mein Gesicht. Eine kleine Botschaft liegt vor mir auf dem Tisch.Sauber ausgedruckt, die Tinte noch ganz frisch. Ich lese deren Zeilen, kann nicht von ihnen lassen.Verstehe ihren Sinn, doch kann ich sie kaum fassen. Ein kleines Menschenkind ist viel zu früh gegangen,dabei hatte sein Leben kaum erst angefangen. Ich fühle tiefe Trauer um dieses kleine Wesen...Wi...

Ozean meiner Gedanken
Ozean meiner GedankenSturmgepeitscht jeden TagNicht eingesperrt von SchrankenKann fließen wie er mag Der Sturm wird sich nie legenMein Grübeln nie versiegenSolang sich Gefühle regenWeil Wunden offen liegen Der Nebelhauch der ZeitWird mich dereinst umfangenLindert zwar das LeidDoch niemals mein Verlangen Dich noch einmal zu sehenDu Sonne meines LebensMit Dir ein Stück zu gehenHoffte ich vergebens Hast uns schon verlassenLange vor der...

Der kleinste Stern
Der Glanz einer sternenklaren Nacht - wer kann ihn begreifen, erfassen? Seit Urzeiten funkelnde Lichterpracht - kaum kann man den Blick von ihr lassen! So nah und doch unendlich fern, vor Raum und Zeit erhaben, leuchtet auch der kleinste Stern und spendet seine Gaben... Er schenkt uns Ruhe in der Hast und Mut, wo er uns fehlt; erleichtert uns'rer Seele Last; nimmt Kummer, der uns quält... Er kündet uns von Hoffnung auch, und von den...

So fern und doch ganz nah
So fern und doch ganz nah sind die Menschen, um die wir weinen. Sie sind fern aller Trauer, fern aller Dunkelheit, fern allem Leid und so fern unserer Welt. Sie sind ganz in Freude, ganz im Licht, ganz in der Liebe und ganz nah unserem Herzen. Gedicht von Irmgard Erath aus ihrem Buch "Liebe ist stärker als der Tod"

Für Sofia
Wo bist du?So weit fortund doch so nah.Manchmal sehe ich dichauf einer blühenden Wiese.Die Sonne scheint;zartblaue Hügel, ganz weit weg.Da ist ein Holzhaus.Da sind Freunde bei dir.Du kommst auf mich zuund du lächelstdein kleines, weiches Lächelnund ich kann spüren:Es geht dir gut.Ein Bild nur, das ich in mir trage?Hab Frieden, mein Liebes.Eines Tages werde ich bei dirauf der Wiese sein. Kathi Bauer...

Sterneneltern
SternenelternSterneneltern heißen wir,denn unser Kind verloren wir.Viel zu früh ist es gegangen,kaum das sein Leben angefangen...Wie alt es war? Das ist nicht wichtig!Wie groß, wie schwer - auch das ist nichtig!Es war unser geliebtes Kindund bleibt's, bis wir gegangen sind...Wißt, wir spüren stets die Schmerzen.Die Wunde klafft in unseren Herzen.Drum sagt nichts von den schlimmen Dingen,die dolchstoßgleich ins Herz uns dringen:"Warum jammert ihr ...

Ich suche endlos
Ich suche endlosIch suche endlos ohne Rast.Glaube Dich erreichbar fast,doch wird die Suche niemals enden -ich bleib' zurück mit leeren Händen.Ich suche endlos überall,mit großem Sehnen jedesmal,in dichten Wolken über mirnach einem kleinen Wink von Dir.Ich suche endlos in der Nacht.Bin oftmals um den Schlaf gebracht.In klarer Nacht am Sternenzeltsuche ich nach Deiner Welt.Ich suche endlos immerdardas kleine Wunder, das einst war.Ich weiß, Du komms...

Sternenglanz in klarer Nacht
Sternenglanz in klarer NachtSternenglanz in klarer Nachtentflammt den Schmerz mit neuer Macht,bringt die Erinnerung zurückan dieses viel zu kurze Glück.Was würde ich nicht alles geben,brächte es zurück Dein Leben...Warum nur Du? Werd's nie verstehen! Ach, könnte ich Dich wiedersehen...Der Wind weht leise über's Land,streift mein Gesicht und meine Hand.Ist dieser Wind ein Gruß von Dir?Willst Du die Tränen trocknen mir?Sternenglanz in klarer Nachth...

Der Regenbogen-Traum
Der Regenoben-Traum Schau im SommerregenVon Sonnenlicht durchzogenDem Himmelszelt entgegen Sieh den RegenbogenBunt und filigranVor dunklen Wolkenwogen Er zieht uns in den BannDer wundervolle AnblickDen Atem hält man an Im allerhöchsten GlückDies Schauspiel zu erlebenKommt dieser Traum zurück Mein Herzblut würd' ich gebenUm durch die Zeit zu gehenZum Schicksalspunkt zu streben Und mein Baby wiedersehenEs streicheln halten küssenVersuchen zu ...

Geliebte Mutter
Geliebte MutterWenn du dir Gedanken über den Sinn des Lebens machst,sollst du wissen, dass ich bei dir bin:Schließe deine Augen und spüre meinen KussWie einen sanften Luftzug auf deiner Wange.Wenn du zu zweifeln beginnst, ob du mich je wiedersehen wirst,werde innerlich still und höre mir zu:Meine Stimme steckt im flüstern des HimmelsUnd wispert dir zu: Mein Lieb´.Wenn du nicht mehr weißt, was du tun sollst,und dich fragst, wozu du noch auf der We...

Das Land der Sternenkinder
Das Land der Sternenkinder fern darf man im Traum besuchen. Man fliegt vorbei am Märchenstern und landet zwischen Buchen. Tritt man aus dem Wald heraus, wiegt Blumen leis der Wind. Bunt und lustig sieht das aus, so liebt es jedes Kind! Schönes Spielzeug gibt es hier, auch manchen Kletterbaum. Der große Zoo mit Wildgetier ist auch ein Kindertraum. Sonnig-warm ist's jeden Tag, weil Kinder gerne lachen. Und wollen sie im Schnee r...

Unauslöschbar
Unauslöschbar eingebrannt Das Gefühl auf meiner Hand Die Dich hielt so kurze Zeit Bleibt leer für alle Ewigkeit Unauslöschbar auch der Schmerz Obwohl Du lebst in meinem Herz Bist Du doch unendlich fern Hätt' Dich an meiner Seite gern Unauslöschbar brennt die Wut Über manch' Gedankengut Offiziell gab es Dich nicht Viel zu klein war Dein Gewicht Unauslöschbar ist die Trauer Über diese Schweigemauer Über die Gesetzeslage Und auc...

Warum
Mein Denken kreist um eine Frage. Ich stell' sie mir an jedem Tage: Warum? Ich wünschte mir ein Baby sehr, doch bleibt das Kinderbettchen leer. Warum? Ich muß zu einem Friedhof eilen, will ich bei meinem Kind verweilen. Warum? Mein Kind sah nie das Sonnenlicht, es hatte diese Chance nicht. Warum? Tausend Träume sind zerbrochen, tiefe Trauer ausgebrochen, statt dem erhofften Kinderglück (Es zerbrach in tausend Stück). Warum? Ralf ...

Sterne
Tausend kleine Sterne erhellen jede Nacht. Ein Jeder sieht sie gerne in ihrer klaren Pracht. Fühlen wir uns einsam, verloren auf dieser Welt - dann sehen wir nach oben, hinauf zum Sternenzelt. Dort gibt es einen Stern, der was besondres ist. Denn dort wohnt unser Sternchen, das unvergessen ist. Sein Licht dringt in die Seele, es erwärmt das Herz, kündet uns von Hoffnung, lindert unseren Schmerz. Und leuchtet um so heller, je mehr wir trau...

Kindergrab
An jeden, der hier still verweilt, oder auch vorübereilt: Laßt die Dinge unverrückt, womit dieses Grab geschmückt. Hast Du Kinder, Wandersmann? Dann sieh' es Dir genauer an. Hier liegt unser kleines Kind. Zukunft, die verweht vom Wind. Diese Blumen, dieser Stein, dieses Spielzeug (winzig klein), ist alles was wir können tun für unser totes Baby nun. Unser Herz - es schmerzt so sehr. Brich es bitte nicht noch mehr! Wenn Du gehst - ge...

Leben ohne Kind
Der Schmerz, der mich bisher gelähmt, scheint oft, als sei er schon gezähmt. An manchen Tagen kann ich lachen und jede Menge Späße machen... Doch allzu oft wird mir bewußt, er schlummert nur in meiner Brust und wird geweckt so manches Mal, macht den Alltag dann zur Qual. Dann seh' ich wieder jenen Raum, in dem erlosch mein Lebenstraum. Es brennt erneut das Kerzenlicht; erhellt, was mir das Herz zerbricht: In einem Korb, auf Tüchern ...

Versucht uns einfach zu verstehen
"Ab wann ist man ein Elternpaar? Sobald ein Kind geboren - klar!" So sprechen all die schlauen Leute seit Alters her und auch noch Heute. Sie sagen, "Macht nicht so'nen Wind. Das war doch noch kein richt'ges Kind. Könnt neue haben jederzeit, Wozu nur diese Traurigkeit?" Sowas zu sagen trifft uns sehr, Vergrößert nur das Tränenmeer... Ich sag' Euch, warum wir traurig sind: Verloren haben wir ein Kind. Ein kleines Menschlein - wunders...

Träume
Schön hatte ich's mir vorgestellt Wärst Du erst auf dieser Welt: Ich wollte mit Dir spielen gehen Deine ersten Schritte sehen Lauschen Deinem ersten Wort Mit Dir teilen Spaß und Sport Deine Zuckertüte tragen Antworten auf Deine Fragen Dich begleiten durch das Leben Dir meine ganze Liebe geben Traurig schau ich Dein Foto an Mußtest schon gehen, kleiner Mann Erblicktest nie das Sonnenlicht Vergessen werde ich Dich nicht! Ralf Korr...

In manchen Nächten
In manchen Nächten liege ich wach Kann nicht schlafen, denke nach... Wie hättest Du wohl ausgesehen? Wann hattest Du gelernt zu gehen? Wärst sicher fröhlich, hättest viel gelacht, Mit Mama geschmust und ihr Freude gemacht! All das wird leider nie geschehen; Du musstest leise von uns gehen. Und doch - Du bist nicht wirklich fort! Wohnst nur an einem anderen Ort. Ich weiß, Du bist jetzt nicht allein! Spielst mit den andern Kinderlein.....

Begegnung
Sieh ihn Dir an, diesen traurigen Blick diese Augen sie sprechen, „Bring mich zurück“. Zu den Tagen, an denen ich glücklich war, wo ich das Elend noch nicht sah. Diese Augen gehören einem Kind, dem die Eltern verstorben sind. Augenblicke später, eine alte Frau, das Gesicht ganz zerfurcht, die Haare ganz grau. Ihr einsamer Blick sieht die Menschheit nicht, sie wartet seit Jahren auf ein kleines Licht. Mit Blindheit geschlagen, so lange...

Lieber Udo ....
Wenn ich an Dich Denk schau’n meine Augen in’s Leere. Nicht’s von all’ dem was ich so sehr begehre, wird jemals in Erfüllung geh’n. Niemals in diesem Leben werd’ ich Dich wiederseh’n.   In meinen Erinnerungen bist Du so fern und doch so nah, Machich die Augen zu seh’ das Bild, wie ich Dich zu Lebzeiten sah. Ich seh’ Dein Gesicht, Deine Augen, einfach alles von Dir, hör Deine Stimme, hör als wenn Du redest mit mir.   In diese...

Cornelia - mit großer Sehnsucht nach ihrem kleinen Bruder Udo
Ich träum' von den Stufen   - am Ende das helle Licht Doch so sehr ich mich bemühe, am Tage finde ich sie nicht In meinem Traum kann ich Dich dort oben seh'n: "Bald kann ich Dich umarmen, muß nur noch ein paar Stufen geh'n" Doch Dann das Sonnenlicht einen neuen Tag gebar Du bist wieder fort - warum werden Träume niemals wahr ? Cornelia Himmerich

Kann es sein???
Kann es sein, daß früher die Sonne am Himmel viel heller schien ? Ich könnte schwören, früher konnten die Blumen bunter blüh’n ! Kann es sein, daß ich früher viel ruhiger schlief in der Nacht ? Ich könnte schwören, Ich bin am Morgen glücklicher aufgewacht ! Kann es sein, daß früher fröhliche Lieder aus dem Radio klangen ? Ich kann schwören, daß früher die Vögel viel lauter sangen ! Kann es sein, daß ich seit Udo’s Tod kaum noch gel...

Manche fragen:
"Ist jetzt wieder alles gut ? Jetzt geht es Dir bestimmt besser - siehst Du - hab' neuen Mut Mal muß ja auch der Schmerz zu Ende sein Das Leben geht weiter - mogen wird wieder die Sonne schein'n Schau jetzt nach vorn - nicht im Kummer vergraben "Ich kann dieses "dumme" Gerede nicht mehr ertragen ! Schätzt Euch glücklich, wenn Euch nicht solch' ein Schmerz zerfrißt Seid froh, wenn Eure Seele nicht so sehr einen Menschen vermißt Spart E...

Wieder ein Jahr ohne Euch
Es waren wieder... 12 Monate - 52 Wochen - 365 Tage und Nächte - 8860 Stunden - 531600 Minuten - 31896000 Sekunden - ohne Frank, Jörg, Stephan und Matthias... Es waren wieder... die ersten Frühlingsblumen - ohne Euch... das erste Sommergewitter - ohne Euch... das erste Herbstlaub - ohne Euch... der erste Schneesturm - ohne Euch... Es waren wieder... traurige Weihnachten - einsame Ostern - trübe Urlaubstage - ungeliebte Famili...

Gedicht für Florian von Gabriele Peschel
Lieber Florian! Ich weiß, dass es dir im Himmel gut geht, aber es ist so schwer, die loslassen zu müssen. Nur sechs oder sieben Wochen deines irdischen Lebens haben wir miteinander teilen dürfen. War dein kleines Herz nicht stark genug? Warst du so krank, dass du auf dieser Erde nicht überlebt hättest? Hat Gott, unser Vater, eine viel wichtigere Aufgabe für dich, als mit und bei uns zu leben? Es muss eine große Aufgabe sein, die du erf...

Die Liebe bleibt
Ich seh' Deine Augen vor mir, so strahlend und so schön, beim letzten Mal haben sie eine andere Welt schon geseh'n. Ich spür Deine Hände so warm, zart und klein, beim letzten Mal schlich der Tod sich schon ein. Ich hör' noch Dein Lachen, so herrlich, so rein, beim letzten Mal stellte das Stöhnen sich ein. Ich seh noch das Lächeln in Deinem Gesicht, beim letzten Mal, da sah ich es nicht. Da sah' ich nur Deine Zufriedenheit, von allem Sc...

Gebet von Brigitte
Gebet für unsere Kinder ICH SUCHTE LANGE, WEIT UND BREIT Ich leihe euch für eine Zeit ein Kind von mir, sprach Gott. Liebt es, solang sein Leben währt, bedauert seinen Tod. Es kann sechs, sieben Wochen nur, auch dreißig Jahre sein, doch wollt ihr es auf Widerrufan meiner Statt betreuen? Es ist so lieb und habt ihr es auch nur für kurze Zeit, So bleibt euch die Erinnerung als Trost in eurem Leid. Versprechen kann ich nicht wie lang- u...

Zwiegespräch - von Sandra Lüttschwager
Wo bist du? frage ich das kleine Licht Hier bin ich! Mama, spürst du mich nicht? Ich spüre dich, doch sehe ich dich nicht, entgegne ich dem Licht, und höre, wie es spricht: Es zählt nicht, was du siehst oder nicht, wichtig ist nur, du spürst mein Licht - in dir, Mama, nicht äußerlich! Ich spüre dich deutlich, innerlich. Zum Greifen nah, fehlt nur ein Stück. Zum richtigen Glück. Warum bist du gegangen, mein kleines Lich...

Zum Tod eines Kindes
In meinen Träumen kling leise ein Lied, ein fröhliches Lachen schwingt in ihm mit. Es ist die Erinnerung an mein größtes Glück, es kehrt nie zurück. C. J.

Gedichte von Angelo
1. Gedicht: Du sagst du liebst die Blumen, doch wenn sie blühen plückst Du sie. Du sagst Du liebst die Sonne, doch wenn sie scheint gehst Du in den Schatten. Du sagst Du liebst den Wind, doch wenn er weht schlägst Du den Kragen hoch. Verstehst Du warum ich Angst habe, wenn Du sagst: "Ich liebe Dich"!  2. Gedicht: Auf den Wegen des Herrn will ich Dich bekehrn dich entführn, spürn verführn. Ich lege Dir die Welt zu Füßen. Selb...

Eure Kinder von Khalil Gibran
Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Es sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht... Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben verläuft nicht rückwärts, noch verweilt es beim Gestern. Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile au...


Erinnerung schlägt der Endgültigkeit ein Schnippchen
Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnern wir uns an sie Beim Weben des Windes und in der Kälte des Winters erinnern wir uns an sie Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers- erinnern wir uns an sie Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes erinnern wir uns an sie Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht, erinnern wir uns an sie Wenn wir müde sind und Kraft brauchen, er...

Warum
Vielleicht sollten wir uns von dem Aberglauben lossagen alles verstehen zu müssen und uns zu der Einsicht bekehren im Höchstfall imstande zu sein mit unserem Unverständnis verständnisvoll umgehen zu können. (unbekannter Verfasser)

Wahrheit
Wenn ihr euch in Wahrheit die Augen über den Geist des Todes öffnen wollt, so öffnet die Schleusen eures Herzens weit dem Leib des Lebens denn Leben und Tod sind eines, wie es der Fluss und das Meer sind. (Khalil Gibran)

...den eigenen Trauerweg finden
Verlasse dich nicht! Begrabe den Schmerz, der doch der deine ist, nicht unter Felsgestein der Vergessenheit, den unbeweint kann er nicht Hoffnung gebären, dich nicht zu verborgener Quelle führen, die dir Leben verheißt. Antje Sabine Naegeli

Alles hat seine Zeit
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit, weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit, klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit, suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit, behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit, schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit. (aus Prediger 3,1-7)

Zwei Fußspuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzt Bild an meinen Augen vorüber gezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und da...

Gegangen
Jetzt bist Du schon gegangen, Kind und hast vom Leben nichts erfahren. Indes in unsern welken Jahren wir Alten noch gefangen sind. Ein Atemzug, ein Augenspiel, der Erde Luft und Licht zu schmecken, war Dir genug und schon zu viel; Du schliefest ein, nicht mehr zu wecken. Vielleicht in diesem Hauch und Blick sind alle Spiele, alle Mienen des ganzen Lebens Dir erschienen, erschrocken zogst du dich zurück. Vielleicht wenn unsre Aug...

Die Kraft des Engels
Die Kraft meines Engels ist bei dir, der du den Rissen und Sprüngen des Lebens und empfindlichen Schmerz des Augenblicks ausgesetzt bist. Die Kraft meines Engels umsteht dich und gibt dir die Sicherheit, die du dir selbst nicht geben kannst, jetzt - wo du sie dringend brauchst. Die Kraft meines Engels ist in dir soweit du dich einlässt auf sie damit du den Horizont  deines Lebens neu zu erfahren imstande bist. (Maielies ...

Gegen das Vergessen
Vergesst es nie: Dass sie lebte, war keine eigene Idee, und dass sie atmete, kein Entschluss von ihr. Dass sie lebte, war eines anderen Idee, und dass sie atmete, sein Geschenk an sie. Vergesst es nie: Niemand dachte und fühlte und handelte so wie sie, und niemand lächelte so, wie sie`s getan. Niemand sah den Himmel ganz genau wie sie, und niemand hat je, was sie wusste, gewusst. Vergesst es nie: Ihr Gesicht hatte niemand s...

Den Himmel bei Nacht betrachten
Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können! Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so, zum Vergn...

Im Zimmer nebenan
Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen. Ich bin Ich, Ihr seid Ihr. Was ich für Euch war, bin Ich immer noch. Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an Mich, und trinkt auf Mich, damit mein name ausgesprochen wird, so wie es immer war, ohne irgendeine besondere Betonung, ohne die Spur eines Schattens - Und hört Musik. Der Faden ist nicht durchschnitten. Warum soll Ich nicht mehr in Eu...

Neubeginn
Wenn die Zeit vergeht werden die Blumen wieder wachsen die Menschen wieder lachen Leben werden gelebt auf Sonnenschein folgt Regen Leute kommen und gehen und hinterlassen einander Spuren im Leben genau wie Du es getan hast die Weit hat Ich verändert, als Du geboren wurdest und obwohl sie sich wieder verändert hat, als Du gingst kann Nichts jemals Deine Spuren verwischen und der Eindruck, den Du in den Leben Anderer hinterlassen hast...

Verabschieden
Ich muß mich verabschieden, verabschieden von meinen Träume, verabschieden von meinen Wünschen, verabschieden von meinem Kind, verabschieden von einer Zeit der Hoffnung, von einer Zeit des Glücks, von einer Zeit der Freude. Aber das fällt mir so schwer, diese Zeit habe ich immer wieder vor Argen, ich weiß, daß ich nicht daran festklammern darf, ich loslassen muß. So hoffe ich auf eine andere, eine neue Zeit: Eine Zeit der...

Unsterblichkeit
Unsterblichkeit Es sandte mir das Schicksal frühen Schlaf. Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume. Ich leb in euch und geh durch eure Träume, da uns, die wir vereint, Verwandlung traf. Ihr glaubt mich tot. Doch: dass die Welt ich tröste, leb ich mit tausend Seelen weiter dort im Herz der Freunde. Nein, ich ging nicht fort: Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste. Michelangelo

Das Tote Kind
Es hat den Garten sich zum Freund gemacht dann welkten es und er im Herbst sacht, die Sonne ging und es und er entschlief, gehüllt in eine Decke, weiß und tief. Jetzt ist der Garten unversehens erwacht, die Kleine schlummert fest in ihrer Nacht. Wo steckst Du? summte es dort und summt es hier. Der ganze Garten frägt nach ihr, nach ihr. Die blauer Winde klettert schlank empor und blickt ins Haus: "Komm hinterm Schrank hervor?" ...

Ich ging mit gesenktem Haupte
Um die Jahreswende 1833/34 starben Friedrich Rückert seine beiden Kinder Luise und Ernst, drei und fünf Jahre alt, an Scharlach, und er hat bis zum Sommer unter Aufbietung aller erworbenen dichterischen Kraft versucht, seine Trauer und Untröstlichkeit über den Verlust schreibend zu bewältigen. Ich ging mit gesenktem Haupte, Und es unmöglich glaubte Je wieder den Blick zu drehn, Um Sonn' und Mond zu sehn.   Da hatt' auf meinen Weg...

Ihr habet nicht umsonst gelebt
Um die Jahreswende 1833/34 starben Friedrich Rückert seine beiden Kinder Luise und Ernst, drei und fünf Jahre alt, an Scharlach, und er hat bis zum Sommer unter Aufbietung aller erworbenen dichterischen Kraft versucht, seine Trauer und Untröstlichkeit über den Verlust schreibend zu bewältigen. Ihr habet nicht umsonst gelebt; Was kann man mehr von Menschen sagen? Ihr habt am Baum nicht Frucht getragen, Und seid als Blüten früh entschwebt, D...

Es stand ein Sternlein am Himmel
Im Jahre 1796 stirbt die zweitälteste Tochter Chrstiane Maria Augste mit erst 21 Jahren. Der erstgeborene Sohn Matthias ist bereits kurz nach der Geburt gestoben. Über diesen Schmerz und die Begegnung mit dem Tod kommt Claudius nicht so recht hinweg. In den vielen traurigen Zeilen, die sich Claudius zum Thema Tod von der Seele schreibt, ist jedenfalls kaum ein Trost zu finden. Es stand ein Sternlein am Himmel, Ein Sternlein guter Art; Das ...

Der Tod und das Mädchen
Im Jahre 1796 stirbt die zweitälteste Tochter Chrstiane Maria Augste mit erst 21 Jahren. Der erstgeborene Sohn Matthias ist bereits kurz nach der Geburt gestoben. Über diesen Schmerz und die Begegnung mit dem Tod kommt Claudius nicht so recht hinweg. In den vielen traurigen Zeilen, die sich Claudius zum Thema Tod von der Seele schreibt, ist jedenfalls kaum ein Trost zu finden. Das Mädchen: "Vorüber! ach vorüber! Geh wilder Knochenmann! I...

Im Land der Trauer
1992 nahm sich der Sohn Christian mit 27 Jahren das Leben. Nach dem Tod ihres Sohnes fand Renate Salzbrenner Hilfe in eine Selbsthilfegruppe, für Eltern, die ihr Kind durch Suizid verloren. Später leistete sie eigenen Einsatz in der Bamberger Gruppe “Trauer nach Suizid” und bietet heute noch Seminare und Einkehrtage für trauernde Eltern nach dem Suizid ihres Kindes an. Seit 1995 hat sie mehrere Bücher, sowohl Gedichte als auch Berichte veröffentl...

Steh nicht weinend am meinem Grab
Steht nicht weinend an meinem Grab, ich bin nicht dort unten, ich schlafe nicht Ich bin tausend Winde, die weh’n, ich bin das Glitzern der Sonne im Schnee, ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn, ich bin der sanfte REgen im Herbst, ich bin in der Morgenröte der kleine Vogel der zum Himmel aufsteigt, ich bin das sanfte Sternenlich in der Nacht Steht nicht weinend an meinem Grab. Ich bin nicht dort unten, ich schlafe nicht. American...

Der Vulkan ist erloschen
Der Vulkan ist erloschen Der Berg der Trauer Wird zum See der Erinnerung Tränen Harte Arbeit Der Weg ist weit Manchmal sehe ich ihn  nicht mehr Fühle nicht mehr Deine Hand Bekomme Angst, Daß ich diese Wüste nicht mehr verlassen kann... Dann Geht die Sonne auf Und ich erkenne Die Wüste ist ein Paradies Jeden Tag wird es einfacher Weiterzugehen Zu vertrauen Das Leben anzunehmen Nur, wenn die Angst mich überfällt Möchte ich ...

Noch sind die Bäume ohne Laub
Noch sind die Bäume ohne Laub der Himmel ist grau aber die Vögel zwitschern schon bald werden die Blätter der Bäume  durch die Kraft der ersten Sonnenstrahlen sprießen es wird Frühling im Frühling hatten wir sie gepflanzt eine zarte kleine Rose während des Sommers behütet und umsorgt damit sie im Winter aufblüht doch in einem Eisregen am Ende des Sommers ist sie erfroren die zarte kleine Knospe bleibt verschlossen n...

An Dich mein Sohn
Brigitte Manning an ihren Sohn Tobias, der mit 18½ Jahren bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Mein Sohn - ich habe dich geboren, und so früh musste ich dich sterben seh‘n. Mein Sohn - ich habe dich verloren, und dabei fingen wir gerade an, einander er richtig zu verstehen. Warum? Mein Sohn - wieviel Freude und auch Traurigkeit haben wir miteinander geteilt. Wir haben zusammen gelacht, geträumt, gestritten, einfach zusammen ge...

Der Wind hüllt mich ein
Der Wind hüllt mich ein in sein seidenes Gewand. Die Brandung erzählt geheimnisvolle Märchen Mein Blick verliert sich in der Weite vom Himmel und Meer, im Wind löse ich mich auf und werde frei von jeder Last. Ist dies die Wohnung, die mir Gott gegeben? - fest und doch schwebend. Nicht zurückkehren möchte ich in die Enge von Zeit und Raum, die mich erdrückt und das Atmen erschwert. Aufgehen möchte ich im Ganzen, eingehen in das Gan...

Gesegnet deine Trauer
Gesegnet deine Trauer, daß du nicht erstarrst vor Schmerzen, sondern Abschied nehmen und dich behutsam lösen kannst, ohne dich verloren zu geben. Gesegnet deine Klage, daß du nicht verstummst vor Entsetzen, sondern herausschreien kannst, was über deine Kraft geht und dir das Herz zerreißt, Gesegnet deine Wut, Daß die Entmutigung dich nicht überwältigt, sondern dir Kraft in dir wachse, für dich zu kämpfen, trotzdem dein Leben z...

Du mußt nicht aushalten
Du mußt nicht aushalten was über deine Kraft geht und dich verkümmern läßt. Du mußt nicht ausharren neben einem Menschen, der dich wieder und wieder verletzt. hab acht auf dich! Brich auf! Gehe deinen Weg! der Friede Gottes lege sich auf alles, was verwundet ist in dir, daß du nicht zerbrichst, sondern Kraft gewinnst, dir neue Lebensräume zu erschließen. Laß deiner Seele Zeit, Verlorenes zu beweinen. Alles, was du in dir fühlst...

Ich stehe am Meeresstrand

Ich wünsche dir
Ich wünsche dir daß dich das Licht eines neuen Morgens hell umfängt, und daß die ersten Sonnenstrahlen deinen Müdigkeit berühren und deine Traurigkeiten erwärmen. Ich wünsche dir, daß die weißen Wolken am Himmel deine versunkenen Träume wieder neu aufsteigen lassen in dir und deine wiedererweckten Sehnsüchte dich in den Tag hinein bewegen. Ich wünsche dir, daß der Wind deinem Atem belebt und dich erfrischt zu neuen Schritten ...

Abschied
Loslassen Für immer loslassen, tut so weh, für immer loslassen, macht mich so traurig, aber ich muß loslassen, darf traurig sein, muß den Schmerz ertragen. - Loslassen und trotzdem weiterleben - - Loslassen und trotzdem weiterleben - (Petra Timm-Bortz 25.09.1998)

Suizid
Völlige Verzweiflung, Depression Die Tage sind kurz, grau in grau Dunkelheit, Trostlosigkeit, Winterzeit Unerfüllte Wünsche und Träume Dem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden Sich zu sehr unter Druck gesetzt und setzen lassen Vieles falsch gelaufen Versagt Unverstanden vom Umfeld Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Ratlosigkeit Angst bestimmt das Verhalten Negative Gedanken erdrücken Lächeln nur Fassade, Tarnung Zu viele Probleme Zu ...

Unfreiwilliger Abschied
Ausgelöst durch einen Anruf, durch wenige, kurze Worte bricht eine Welt zusammen, ist nichts mehr, wie es war, wird es niemals wieder sein, wie es war... Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit spiegeln sich im Wechselbad der Gefühle und versetzen in einen Zustand aus Tränen und Schreien des Nicht-Wahrhaben-Wollens! Elemente tiefster Trauer und Fassungslosigkeit vermischen sich mit Ohnmacht. Die Einflüsse der unmittelbaren Umgebung versin...

Seelische Eiszeit
Völlig ausgelaugt - der Akku der eigenen Kräfte auf Null - Herbstzeit - die Blätter fallen - karge Trostlosigkeit - alles dunkel - grau in grau Die Sonne zeigt sich nur wenig und kurz Höllischer Schmerz Der Verlust ist Realität geworden Die Jahreszeit drückt auf die Seele Positives Denken? Was ist das? Wie geht das? Geplagt von eigenen Suizid-Gedanken ist jeder Schritt nach vorne eine Quälerei Leere, endlose Leere Keinen Bock auf gar n...

Erkenntnisse
Nach einem Jahr wird alles besser... Die Trauer läßt nach, Du lebst wieder auf... Die Gedanken konzentrieren sich wieder auf die Zukunft... Du bist positiv gestimmt und freust Dich wieder auf das Leben... Dies sind die Gedanken derer, die es nicht wissen, denn - Die Wirklichkeit sieht anders aus... Trauer kennt keine Zeiz Trauer kennt keine Grenzen Trauer kennt keine Gesetzmäßigkeit Trauer ist allgegenwärtig Sicher: Du beginnst,...

Sagt man
Verlierst Du einen geliebten Menschen durch Krankheit ist es Schicksal - sagt man... Verlierst Du einen geliebten Menschen durch Unfall ist es höhere Gewalt - sagt man... Verlierst Du einen geliebten Menschen durch Suizid bist Du Schuld - sagt man... Jürgen Jakob - im April 2001

Tiefes Loch
den boden unter den füßen weggezogen bekommen, entwurzelt, nichts ist mehr wie es war - die gedanken drehen sich im kreise... immer neue erkenntnisse über die motivation zum selbst gewählten todeszeitpunkt immer wieder neue gefühle von schuld aufgrund dieser einsichten... gibt es denn schuld? obwohl noch viel schwerer beenden andere nicht ihr leben... warum mein sohn? Einsichten mit seinem leben nicht zurechtgekommen zu wenig sel...

Für Kilian und Melina
Nun sitze ich hier Ich habe euch beide verloren. Euch die immer lachten, Euch die schonmal weinten. Ihr seid von uns gegangen. Ich bin grenzenlos ungluecklich ohne Euch. Ihr hattet soviel vor euch Kindergarten, Schule, Heirat, Familie gruenden. Erfahrungen sammeln und einfach das Leben erleben. Jeden Morgen sehe ich Euch KILIAN, der mir Guten Morgen sagt, MELINA, die im Bettchen steht und lacht. Jeden Tag sehe ich Euch KILIAN, d...

Dunkle Schatten
Acht Uhr früh – trotz Sonne Nacht - Schreckensmeldung überbracht. Inmitten aller – ganz allein, Kann sehen keinen Sonnenschein.   Schicksal sagen drauf die Einen. Mir nützt es nichts – ich muß nur weinen. Der Schmerz sitzt tief, lässt mich nicht los, Wie schwarze Steine – Riesengroß.   Gedanken spielen Karusell. Warum nur ist der Tod so schnell? Wieso vergreift er sich an mir, Nimmt ihn und lässt mich trauernd hier? &nb...

Je schöner und voller die Erinnerung
Je schöner und voller die Erinnerung Desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit Verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. Dietrich Bonhoeffer Dieses Gedicht ist für Ramona Brands die am 29.07.2002 plötzlich und unfassbar an einen Gehirntumor verstarb. Deine Familie

Meine Seele weint
Meine Seele weint, ich weiß mir keinen Ausweg. Ich dreh' mich im Kreis und kann keinen Lichtstrahl mehr finden. Sehe deine Augen, dein Gesicht... Aber meine Arme sind leer. Du bist so weit weg und ich kann nicht, noch nicht, zu dir. Ich sehne mich nach diesem Tag, an dem ich dich wieder in meine Arme schließen kann. Doch bis dahin muss ich den Schmerz und die Leere in meinem Herzen ertragen. Aber ich bin voller Ho...

Bastian
Am Himmel bist Du ein Stern, mir so nah und doch so fern. Ich moechte nur einmal mit Dir reden, Dir all meine Liebe geben. Einmal nur Dich in den Arm zu nehmen, Dich einmal lachen, weinen sehen. Einmal nur Deine Stimme hoeren, einmal nur Dein Haar beruehren. Wuerden Deine Augen nur einmal strahlen, koennte ich die Leere in meinen Armen ertragen. Doch am Himmel bist Du ein Stern, mir so nah und doch so fern. "In Liebe Deine Mam...

Geliebte, wenn mein Geist geschieden
Geliebte, wenn mein Geist geschieden, so weint mir keine Träne nach; denn wo ich weile, dort ist frieden, dort leuchtet mir ein ewiger Tag. Wo aller Erdengram verschwunden, soll euer Bild mir nicht vergeh´n, und Linderung für euere Wunden, für euern Schmerz will ich erflehn. Wehr nächtlich sein Seraphsflügel der Friede übers Weltenreich, so denkt nicht mehr an meinen Hügel, denn von den Sternen grüß ich euch! Anette von Droste ...

Ende November
Nie klingt das Lied der Ewigkeit uns reiner als in diesen Tagen, da unsre Felder weit und breit den jungen neuen Roggen tragen- da scheu am kahl gewehten Baum sich schon die Knospen wieder runden, und Tod und Leben, Tag und Traum sich im Unendlichen gefunden. Was sterbend sich der Erde gab, muß doch dem Leben wieder dienen. des Todes dunkler Wanderstab muß alle Jahre wieder grünen. Nichts, nichts vergeht, nicht ich noch du, n...

Wussten Sie schon
wussten sie schon – daß die nähe eines menschen gesund machen krank machen tot und lebendig machen kann – wussten sie schon – daß die nähe eine menschen gut machen traurig machen böse und froh machen kann – wussten sie schon – daß das wegbleiben eines menschen sterben lassen kann daß das kommen eines menschen wieder leben läßt – wussten sie schon – daß die stimme eines menschen einen anderen menschen wieder aufhorchen läßt der...

Die Uhr
Ich trage, wo ich gehe stets eine Uhr bei mir; ..wieviel es geschlagen habe, ..genau seh´ ich an ihr. Es ist ein großer Meister ..der künstlich ihr Werk gefügt, ..wenngleich ihr Gang nicht immer dem törichten Wunsche genügt. Ich wollte, sie wäre rascher gegangen – an manchen Tag; ..ich wollte, sie hätte manchmal verzögert den raschen Schlag. In meinen Leiden und Freuden, in Sturm und in der Ruh, was immer geschah im Leben, s...

Bevor ich sterbe
Noch einmal sprechen von der Wärme des Lebens damit noch einige wissen: Es ist nicht warm Aber es könnte warm sein Bevor ich sterbe noch einmal sprechen von Liebe damit noch einige sagen: Das gab es Das muß es geben   Noch einmal sprechen vom Glück der Hoffnung auf Glück damit noch einige fragen: Was war das Wann kommt es wieder? Erich Fried
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