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12-06-10 02:20:00 So unsagbar traurig
Mama dreier Kinder
Meine Tochter ist vor 6 Monaten gestorben, sie durfte nur 15 Jahre alt werden. Ihr alle wisst, wovon ich spreche. Aber was mich ganz besonders traurig macht sind die Menschen dort draußen. Alle im Freundes- und Bekanntenkreis wissen was geschehen ist, doch nur sehr wenige kommen auf einen zu, wenn man sich trifft. Als ob ich eine ansteckende Krankheit habe. Das macht mich traurig. Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll?
12-06-10 06:41:07
Dagmar Scheller
Liebe Mama dreier Kinder,
mein Sohn 13 ist am 14.4.2010 gestorben, mir geht es ganauso wie dir. Manche Menschen können einfach mit der Situation nicht umgehen, sie haben Angst etwas falsches zu sagen, können mit deinen Tränen nicht umgehen, wissen nicht wie sie sich verhalten sollen. Wir sollen dies alles verstehen und nicht so hart urteilen.Jedoch wie soll man mit dem Tod umgehen, wenn wir nicht darüber sprechen können, ich habe dieses Problem mit der eigenen Familie, von sechs Geschwistern drehen sie vier nicht nach uns um. Sie leben ihren Alltag, den wir momentan nicht finden können, denn den alten Alltag können wir nicht mehr leben. Schätze die Menschen die dich in den Arm nehmen, die dir ins Gesicht schauen und dich verstehen, die anderen sind noch nicht so weit, denn sie haben Trauer noch nicht gelebt oder verdrängen sie, sie wären dir jetzt auch keine Hilfe. Liebe Grüße Dagmar
13-06-10 06:37:13
Mama dreier Kinder
Liebe Dagmar , danke für deine Worte. Darf ich fragen, woran dein geliebter Sohn gestorben ist? Oder trete ich Dir mit dieser Frage zu nah?
13-06-10 07:59:17
Grit
\\\"wer schmetterlinge lachen hört weiß wie Wolken schmecken\\\"

meine aufrichtige Anteilnahme an Euch beiden.

Trauernde werden einfach in Stich gelassen. Wir sind ein Personenkreis, dem niemand angehören will. Und wenn es sich wie hier auch noch um ein Kind handelt, dann schon garnicht.
Wir suchen Begleitung, Verständnis und Vertrauen für unsere Trauer und das Leid über den Verlust unserer Kinder. Wenn wir nur reden dürften, wie es die Mütter und Väter der lebenden Kinder tun, über unsere verstorbenen Kinder. Sie leben in uns und unseren Familien weiter. Die Liebe zu ihnen ist nicht weniger, sie gehören noch immer in unsere Familie und in ihren Freundeskreis.
Ich wünscche allen Müttern und Vätern Kraft und Verständnis im Umgang mit ihrer eigenen Trauer.
\\\"Das Zählen der Lebensjahre ist wie das auffädeln einzelner Perlen zu einer Kette, heute fädeln wir unsere Träne zu einer Kette in Erinnerung an unsere Kinder\\\"
in Gedenken an Maximilian Hillienhoff
13-06-10 12:43:11
Jörg
Liebe Mama dreier Kinder, liebe Dagmar und liebe Grit,
Euch erst einmal meine aufrichtiges Beileid zum Verlust eurer Lieben.
Nun ja, ich bin Vater dessen Sohn vor fast 2 Jahren (04.08.2008) im Alter von 20 Jahren tödlich verunglückte.
Meine Frau und ich haben nur zum Teil das gleiche durch wie ihr. Denn die Freunde unseres Sohnes und einige WENIGE unserer Freunde sind gleich noch am Unfalltag zu uns gekommen. Sie wollten uns nicht mit unserem Schmerz allein lassen und das tat unwahrscheinlich gut.
Aber einige machten einen großen Bogen oder wichen uns aus und das tat auch uns sehr weh.
Ich denke es ist Angst und Hilflosigkeit, womit diese Menschen nicht zurecht kommen. Wir sind in der Betroffenensituation und wir haben unser Kind verloren ...es gibt nichts Schlimmeres, uns kann also nichts mehr schocken und wir haben auch vor nichts mehr Angst.
Vielleicht hätten wir auch so reagiert, wenn uns dieser große Schicksalsschlag nicht ereilt hätte.
Ich habe damals zu meiner Frau gesagt...die Karten des Freundeskreises haben sich neu gemischt.
Einige dachten, nach einem Jahr Trauer müsste ja nun endlich mal wieder Normalität ??? bei uns einkehren. Ja welche Normalität denn...??? Sie wird es nicht mehr geben, denn wir haben unser Kind verloren. Das Leben wird anders, wir gehen mit vielen Dingen des Lebens anders um. die Prioritäten verschieben sich, man lernt Wichtiges von Unwichtigen zu unterscheiden.
Die Freunde von Stefan sind nun inzwischen auch unsere Freunde geworden und das tut gut. Obwohl sie selbst genug um die Ohren haben (Studium ind Arbeit), kommen sie noch regelmäßig vorbei.
Sie sagten mal, dass sie es nicht für uns tun würden sondern für sich selbst. Das ist doch netolle Einstellung.
Jeder Mensch trauert anders und der Schmerz ist unendlich groß, aber mit der Zeit wird die Trauer anders und wir lernen damit zu leben.
Jeder weitere Tag unseres Lebens ist ein Schritt in die Richtung zu unseren Kindern.
Ich wünsche Euch allen viel, viel Kraft.
Jörg mit Stefan im Herzen
16-06-10 22:26:08
woodpecker
hallo alle, die geschrieben haben,
ich wollte nur sagen, dass ich es ganz schlimm finde, dass so viele trauernde allein gelassen werden. ich habe gerade erlebt, wie mir sehr nahe stehende menschen ihr kind verloren haben und versuche, ganz viel da zu sein. ich bin selbst sehr traurig und muss auch nach ein paar wochen noch viel weinen deswegen. manchmal komme ich mir auch ein wenig blöde vor, weil es ja gar nicht mein kind war, aber ich trotzdem so unglaublich traurig bin. ich melde mich alle paar tage bei meinen freunden. nur manchmal habe ich auch angst, dass ich mich aufdränge. es ist für uns außenstehende eine ganz schwere gratwanderung. es ist so ein albtraum, ein kind zu verlieren, und für die freunde schwer die eigenen ängste auszuhalten, die da plötzlich geweckt werden, die eigene hilflosigkeit zu ertragen, wenn man plötzlich nicht weiß, was man sagen soll, wo man doch immer etwas zu sagen hat... ich wünsche euch viel, viel kraft, um mit eurer trauer klarzukommen, und doch ein paar menschen, die euch beistehen und euren schmerz teilen.
20-06-10 07:37:44
Dagmar
Liebe Mama dreier Kinder, mein Sohn Oliver ist am 14.4.2010, 7 Monate nach festgestellter Diagnose an einen seltenen Stammhirntumor für immer eingeschlafen.
6-08-10 10:46:52
Birgit
Ich habe meinen Sohn Daniel verloren er war noch nicht mal 26 .Es war vor drei Monaten kaum einer kann damit umgehen behandeln mich wie eine aussätzige.Ich leide ganz fürchterlich kann kaum den Tag beweltigen.Man hat zu mir gesag es muß aber bald besser werden das leben geht doch weiter. Aber für mich wird es nicht besser ich habe meinen geliebten Sohn verloren.Fühle mich alleine gelassen von allen kann nicht ins Leben finden.Habe Tag und Nacht die tiefe Trauer ich habe ihn sehr geliebt wie meine beiden anderen Kinder.
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