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Anzeige: 33 - 48 von 209.
susanne Müller

sudeni@gmx.de

 
Mittwoch, 19-05-10 11:06
Haben unseren Sohn Dennis durch einen Autounfall am 16.4.2010 verloren.
Wie kann man so nur weiterleben??????
Würde mich gerne mit anderen Eltern austauschen.

Marie ehreke
  Dienstag, 18-05-10 09:10
Ich lebe doch eigentlich bin ich schon tod seit deinem tod ko0mmen mir komische gedanken wie es wäre für immer bei dir zu sein ich will nicht mehr bitte komm zurück das ist zwar nur ein kindischer wunsch aber ich würde alles dafür tun . Als du dort lagst bleich und tod ich werde diesen anblick nie vergessen und dann im leichenschauhaus du hattest schon blaue finger es ist schon fast ein jahr her und ich erinnere mich noch so gut daran als wäre es gestern oder aller höchtens vorgestern kennt ihr das gefühl der einsamkeit das sich in den tiefen stunden der nacht in der mein ganzes da sein zuschrumpfen beginnt und die wände meines zimmers sich nähernt umdrängen eingespert in einem käfig aus schmerz ich bin nur ein kleines mädchen doch seit seinem tod kann ich nicht lachen ohne zu weinen

liebe grüße und trost jenen denen das gleich wiederfahren ist
Marie Ehreke 14

Marie ehreke
  Dienstag, 18-05-10 09:01
Seit seinem Tod lebe ich in einer wüste aus eis aus der ich keinen ausweg finde

Dagmar Scheller

d.scheller@gmx.de

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Freitag, 07-05-10 04:59
Unser Sohn Oliver ist im Alter von 13 Jahren am 14.4.2010 für immer eingeschlafen. Er hatte ein diffuses Ponsgliom, ein Tumor im Stammhirn. Wir haben am 13.September 2009 diese Diagnose bekommen.Die Ärzte gaben uns maximal ein Jahr. Nach einem halben Jahr bekam Oliver ein Progress(nicht operabler Tumor der trotz Bestrahlung und Chemo wieder aktiv wird).6 Wochen später fiel er nach einem 15 stündigen Krampf mit hohen Fieber ins Koma, nach zweieinhalb Wochen ging er für immer von uns.Er war unsere Sonnenschein, ein intelligenter, aufmerksamer Junge...wie kann man es ertragen?

Anke Schmidt

schmidt65@gmx.de

 
Mittwoch, 05-05-10 13:58
Hallo Petra,
ich wollte mich für das gestrige persönliche Gespräch bedanken. Es hat mir sehr gut getan. Ich finde es gut, dass es solche Anlaufstellen für Betroffene gibt, die familiär nur wenig oder gar keinen Rückhalt haben.
Viele liebe Grüße
Anke

Doris Zeggert

doris@matthias-matze.de

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Dienstag, 04-05-10 15:23
Heute vor 6 Jahren gingst du mein Matthias aus dem Haus..
ich höre noch dein Tschüß...
Du fehlst mir so unendlich.
Und nichts ist mehr wie es war.
Und die Welt dreht sich eifach weiter,das ist so ungerecht.
LG,Doris mit Matthias im Herzen

christa von Husen

christa-vh@web.de

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Freitag, 23-04-10 21:26
Liebe Leser
Jeden von Ihnen möchte ich ganz viel Mut machen und seine Trauer,die Sie im Moment haben anzuschauen und sie wahrzunehmen.Viele gehen einen harten Weg,aber es lohnt
sich.Den Schleier,der noch tief im Blick sitzt wird irgendwann kein Bestand mehr haben.Erinnerungen die bleiben an den geliebten Menschen und das ist gut so.Liebe grüße chr.v.h

Elizabeth Jacobs

beate.jacobs@yahoo.de

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Freitag, 23-04-10 15:50
Ich habe am.03.12.2008 meinen Sohn verloren!
Immer wenn wir von dir erzählen,
fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen,
unsere Herzen halten dich umfangen,
als wärst du nie gegangen...

www.michael-riepe.de

Pia Vorwerk

pia-vorwerk@wb.de

 
Freitag, 23-04-10 11:42
Ich habe im Juli 2009 meinen Sohn verloren. Ich dachte, ich komme damit alleine klar, ist aber nicht so. Würde mich gern mit anderen betroffenen Müttern und Vätern austauschen. Würde mich über Antworten freuen.
Pia

tanja tom
  Dienstag, 20-04-10 19:00
hallo,
ich habe meinen kleinen neffen verloren und bin unsäglich traurig.zum einen natürlich weil er mir schrecklich fehlen wird aber mindestens genauso weil mir die eltern so leid tun und ich nichts anderes machen kann als die beiden zu drücken und zu trösten. ich hoffe ich mache alles richtig und nerve die beiden nicht. was ist das beste? was soll ich sagen wie kann ich wirklich helfen???????????

Günther Kohl

gjkohl@gmx.de

 
Donnerstag, 01-04-10 14:22
Es war Abend.
Angelika saß in ihrem Bett und sah sich ein Märchenbuch an.

Das Bett war eigentlich ein Klappsofa und gehörte Oma. Angelika war nun schon seit einigen Tagen bei Oma zu Besuch. Eben kam Oma herein und brachte wie jeden Tag einen warmen Tee als Schlaftrunk. Angelika liebte es sehr, von ihrer Oma umsorgt zu werden. Und diese Zeremonie mit warmem Tee und der folgenden Gute-Nacht-Geschichte, die Oma immer ganz neu erfand, war besonders schön. Zu Hause bei Mama und Papa war es sehr schön – eben anders schön aber da gab es im Bett höchstens noch einen Schluck Wasser, weil Mama mal sagte, dass sie sich nicht auf der Nase herum tanzen lassen wolle und das reichen würde. Gut – bei Mama und Papa gab auch jeden Abend eine Geschichte – aber die wurde dann meist aus einem Buch vorgelesen. Und diese Geschichten kannte Angelika schon, weil die aus dem alten Buch stammten und woraus immer wieder von vorne angefangen wurde, wenn es durchgelesen war. Aber Angelika wollte das auch so. Und Mama und Papa haben dabei schon oft versucht, die Geschichten abzukürzen, oft dann, wenn sie wenig Zeit hatten – aber das hat Angelika genau gemerkt und sofort reklamiert, wenn auch nur ein Wort falsch war oder weg gelassen wurde. Bei Oma war das anders. Das waren neue Geschichten – die konnte man besonders gut anhören, weil sie nicht dauernd aufpassen musste, ob da nicht vielleicht was weg gelassen oder falsch vorgelesen wurde.

Angelika nahm den Becher mit Tee, pustete hinein, dass ein paar Spritzer über den Rand der Tasse auf Omas Hand landeten – „Vorsicht!“ rief Oma und lachte, „den Tee kannst Du schon trinken – er ist nicht zu heiß!“ sagte sie und so nahm Angelika erst mal einen vorsichtigen – dann einen kräftigen Schluck. Dann sagte sie plötzlich: "Jetzt kommt Mama bald und holt mich ab. – "Woher weißt du das denn? Sie hat doch gar nicht angerufen", fragte Oma erstaunt. Angelika verstand nicht, warum Oma so komisch fragen konnte. "Ich weiß es eben" sagte sie, zuckte mit den Schultern, als wolle sie sagen „Ja weißt Du das denn nicht?“ und betrachtete weiter interessiert das Bild von einer wunderschönen Fee in dem alten Märchenbuch, das, wie sie wusste, schon Mama als kleines Mädchen gerne angesehen hatte.

Oma hatte eine feines Gespür für das, was jetzt wichtig war. "Ich möchte dir gerne eine Geschichte erzählen," sagte sie.

Angelika legte das Märchenbuch bei Seite, sah Oma lächelnd an und nahm ihre Hand. Oma nahm Angelikas kleine Patschhand in ihre Hand und streichelte sie mit der anderen Hand und begann zu erzählen:

"Es war einmal ein Engel", begann Oma, "der wollte gerne ein Mensch werden.
Aber er wollte irgendwie auch wieder nicht, weil er ja nicht genau wissen konnte, auf was er sich da einlassen würde.
Er wollte ja so gerne einmal zu den guten Menschen auf der Erde, von denen er gehört hatte, dass es die dort gäbe. Aber was er auch gehört hatte war, dass es auf der Erde wohl nicht nur schöne Dinge geben würde – dass es vielen Menschen auch nicht so wirklich gut gehen würde. Ja - er wollte das Schöne schon – aber nicht den Krieg und all das Kaputte und Böse erleben, das es auf der Erde auch gibt denn er wollte nicht darunter leiden. Das gefiel ihm nicht so.

Darum wollte er dann doch wieder lieber nicht zur Erde.
Dann wollte er wieder doch -
weil der Gedanke, auf der Erde das Schöne zu genießen, das es dort doch auch gibt, doch recht verlockend erschien. Die vielen Kinder und die wunderschönen Tiere zu sehen, mit ihnen zu spielen, die Wälder und Wiesen zu durchstreifen, Blumen zu beschnuppern, wie sie denn riechen – sich an den vielen bunten Farben zu erfreuen, das wäre sicher doch was für ihn, was ihm Freude bereiten könnte.
Dann wollte er aber wieder nicht, wenn er erzählt bekam, dass auch ganz viele Kinder nichts zu essen und zu trinken hatten und in bitterer Armut leben mussten.
Dann wollte wieder doch - wenn er mehr auf das Schöne sah, das es eben auch gab.

Jedenfalls –
er konnte sich einfach nicht entscheiden, was er denn nun wirklich wollen sollte.“ -

"Da ging es ihm ja wie mir, wenn ich auch manches Mal nicht weiß, was ich machen soll", sagte Angelika nachdenklich.

Oma musste darüber lachen und sagte „Ja, mein Schatz, das geht nicht nur kleinen Engeln und Dir so – auch wir Erwachsenen haben manches Mal unsere liebe Not, uns für das Richtige zu entscheiden!“ – „Ja - und was machst Du dann?“, fragte Angelika auf einmal hellwach.

„Ich, ja, was mache ich denn dann??“ sagte Oma mehr sich selbst fragend. - „Ja, Du!“ erwiderte Angelika aufmerksam schauend, was denn ihre Oma nun dazu sagen würde. „Tja, mein Schatz“ seufzte Oma, „Manches Mal reicht es, sich hinzusetzen und nachzudenken – dann kommt mir ein Gedanke, wie man sich „richtig“ entscheiden könnte, so dass es gut für mich ist und Anderen zumindest nichts schadet – fast immer bete ich dabei zum lieben Gott, damit ich genau den richtigen Gedanken bekomme – und oft kommt dann der richtige Gedanke. Manches Mal sofort, hin und wieder etwas später, aber manches Mal kommt einfach auch kein Gedanke. Dann sage ich „lieber Gott – jetzt musst Du mir aber selbst irgendwie helfen – und ich sage auch gleich ´Danke, dass Du mir geholfen hast´!“ – „Dann lasse ich einfach los – und glaube, dass die erforderliche Hilfe rechtzeitig kommt. Und – was soll ich Dir sagen - oft kommt die Hilfe, wenn man wirklich ´los lässt´ dann auf eine Weise, dass ich mich nur wundern kann.“ Oma streichelte die Hand Angelikas und erzählte weiter:

„Hin und wieder kommt es mir vor, als schicke der liebe Gott einen anderen Menschen, der mir genau den richtigen Gedanken oder die Hilfe bringt, die ich dann brauche – und, wenn es mal etwas länger dauert, ist das, was dann geschieht, besser als das, was ich erhofft hatte.“ –

„Und das funktioniert immer?“ fragte Angelika erstaunt. „Meistens – wenn man richtig los lässt“ sagte Oma ganz lieb. „Man muss nur Geduld haben und darf nicht drängeln“, fügte sie noch an. – „Nicht drängeln“ bestätigte Angelika – „das kenne ich von Mama und Papa!!“ sagte sie ernst – „die sind gegen mein Drängeln auch allergisch!“ – Oma lachte. „So sind Kinder eben“ sagte sie „die wollen alles immer sofort“.

Angelika sagte dann „Und wenn ich was ganz besonders dringend will und keine Geduld habe und sie nerve, kriege ich nämlich gar nichts – das ist wohl mit dem lieben Gott genau so!?“ – Oma lachte. „Ja mein Schätzchen, das ist wohl mit dem lieben Gott genau so! Wer drängelt, muss oft länger warten – oder bekommt auch mal nichts!“ -

„Und wie war das mit dem kleinen Engel - hat der auch bei jemandem gebettelt und gedrängelt, als er nicht wusste, was er wollen sollte?“, fragte Angelika.

Oma erzählte nachdenklich weiter „Der kleine Engel, der nun nicht wusste, was er denn wollen sollte, fragte darauf hin andere Engel, was er in seiner verzwickten Lage denn nun machen solle, ob die einen Rat für ihn hätten. Die anderen Engel lächelten verständnisvoll, holten tief Luft und überlegten gemeinsam, was sie dem kleinen Engel den nun raten sollten. Da kam einem von ihnen eine gute Idee:
"Geh doch einfach mal nur für kurze Zeit zu Besuch auf die Erde!", sagte er. "Dann wirst du schon sehen, was Du dann wollen solltest." – „Ob der Engel für diesen Gedanken gebetet hat?“, wollte Angelika wissen. „Ja, das kann ich mir schon vorstellen, dass die Engel für diese Anregung auch gebetet haben – die wissen sicher ganz genau, wann sie besser beten sollten, um keine Zeit zu vergeuden!“ meinte Oma lachend und erzählte weiter, während sich Angelika wohlig an sie schmiegte.

„Dass es möglich sein sollte, einfach mal zu Besuch auf die Erde zu dürfen, wusste der kleine Engel noch gar nicht - davon zu träumen, wie es denn sein könnte - ja - das hatte er schon oft getan, insbesondere dann, wenn ihm jemand von der Erde und ihren Schönheiten erzählt hatte - aber zu Besuch ? - Nein, da hatte man ihm noch nichts von erzählt. Aber gut – das ja seinem Interesse entgegen und das schien ihm nun doch sehr verlockend zu sein. Zu Besuch auf die Erde - das wollte er dann wohl tun, um sich damit eine Entscheidungshilfe für später zu geben. Und so fragte er sich bis zu den dafür zuständigen Engeln durch, die seine Bitte an die übergeordneten zuständigen Stellen im Himmel weiterleiten und vielleicht auch noch etwas unterstützen konnten.“

„Und sein Antrag wurde dann auch auf Fürsprache einiger lieber Engel genehmigt, so dass er für ein paar Wochen sozusagen zu einem „Schnupperkurs“ zur Erde durfte. Da beschrieben ihm die dafür zuständigen Engel, wie er denn dann zu Besuch auf die Erde kommen könnte - das war nämlich ein Geheimnis, das nicht Jedem offenbart werden durfte.“ Und sie sagten ihm aber auch, dass er dann nach kurzer Zeit auch wieder zurück müsse – aber das war ihm sozusagen „sicherheitshalber“ auch ganz Recht – denn man weiß ja nie, wenn man so eine Reise in unbekannte Gegenden tut, was einen dann dort wirklich erwartet.“ Und Angelika lauschte ganz gespannt, wie die Erdreise des kleinen Engels nun weiter gehen sollte.

Oma erzählte weiter: „Der kleine Engel verabschiedete sich also von seiner Familie und seinen Freunden und machte sich also auf den langen Weg, gerade dann, als zur rechten Zeit eine Sternschnuppe zur Erde flog. Auf dieser flog dann der kleine Engel zur Erde. Wie er das genau gemacht hat, willst du sicher wissen? Das weiß allerdings bisher noch kein Mensch. Das wissen und können nur die Engel, denen das erlaubt ist - und die dürfen das den Menschen nicht verraten.“ Angelika lauschte ganz still – denn so etwas hatte sie noch nie gehört.

„Dieser kleine Engel kam dann zu Deiner Mama, Deinem Papa und zu Dir, um sich als kleines Menschenkind mal anzusehen, wie das denn auf der Erde so sei. Er kam deshalb zu Euch, weil ihr alle so nett seid und Mama und Papa sich irgendwie wohl ein Engelchen wie ihn bestellt hatten – und so wurdet ihr von den großen Engeln im Himmel wohl ausgesucht, diesen kleinen Engel eine Weile zu beherbergen und lieb zu haben, damit es ihm auf der Erde gut gehen soll.“

„Der Engel wusste ja eigentlich, dass er kein richtiger erwachsener Mensch werden konnte - aber das war ihm erst einmal nicht so wichtig. Er wusste aber auch, dass er nicht lange bleiben könnte - das machte ihn zwar ein wenig traurig, weil er Dich, Mama und Papa doch recht schnell lieb gewonnen hatte, aber das war eben die Bedingung, die er eingegangen war – und daran musste er sich halten.“

"Das ist doch aber schade, dass er wieder gehen musste", sagte Angelika. „Ja, das ist sehr schade“ seufzte Oma. „Schade für Mama und Papa und für Dich und für mich!“ sagte sie etwas traurig. „Mama wollte ihn so gerne behalten, denn er sah so niedlich aus. Wie ein Engelchen eben.“

„Mutti und Papa wussten allerdings nicht, dass dieser kleine Engel nur zu Besuch da war - sie dachten, es wäre ein ganz normales Kind - so wie Du eines bist. Jeder weiß doch, Besuch bleibt nie besonders lange. Besuch kommt, bleibt mal länger - wie Du jetzt bei mir - oder mal kürzer und dann geht er wieder in sein zu Hause zurück.“ Aber das wussten Mama und Papa nicht.

“Und so blieb also der kleine Engel eben eine kleine Weile bei Euch, und dann ging er wieder. Da waren Mama und Papa allerdings sehr traurig und haben auch geweint. So wie ich auch immer ein bisschen traurig bin, wenn Du wieder zu Mama und Papa zurückt musst - und ich alleine zurück bleibe. Aber das ist eben so. Das zeigt nur, dass man sich gegenseitig so lieb hat!“ – „Oma, ich bin auch ein bisschen traurig, wenn ich von Dir weg fahre – obwohl ich mich aber auch auf Mutti und Papa freue“, meinte Angelika treuherzig und kuschelte sich an ihre Oma.

Oma erzählte weiter: „Der kleine Engel sah vom Himmel aus, wie traurig Mutti und Papa über seinen Abschied waren und wurde selbst noch ein bisschen mehr traurig als er schon war, weil es ihm ja eigentlich ganz gut bei Euch gefallen hatte und sagte dann zu seiner und Deiner Mutti im Traum:" Mutti, weint doch nicht! Mir geht es doch hier, wo ich jetzt bin auch richtig gut – ich bin ja nun wieder in meinem richtigen zu Hause! Wenn ihr so viel weint, dann kann ich ja nicht mehr fliegen. Dann werden ja meine kleinen Flügel zu nass und zu schwer, um damit voran zu kommen." Aber Papa und Mama mussten trotzdem ein paar Tage noch weinen, weil sie den kleinen Engel eben so lieb gewonnen hatten und ihn gerne bei sich behalten hätten. Und damit nicht auch Du darüber weinen musst, darum bist du hier bei mir, damit ich dir das alles richtig erklären kann."

Angelika nahm einen Schluck Tee. "Haben sie jetzt aufgehört zu weinen?" fragte sie dann und ihre Stimme war ganz klein. "Ja", sagte Oma, "Jetzt haben sie verstanden, dass sie nur für kurze Zeit einen kleinen Engel zu Besuch hatten." Angelika war ganz still geworden. Sie wunderte sich, woher Oma das alles wusste.

"Bin ich denn auch ein kleiner Engel gewesen, bevor ich zu Mama kam?" fragte sie.
"Ja," sagte Oma mit ihrer warmen Stimme. "Du bist auch mal ein Engelchen gewesen, doch Du wolltest gleich hier bleiben und jetzt bist Du eben Dein ganzes Leben lang ein Menschenkind, denn Du wolltest nicht nur kurz zu Besuch zu Mutti und Papa, sondern für lange Zeit. Du bleibst auf der Erde bis Du einmal groß bist und eine eigene Familie hast, wie ich und Opa hatten oder wie Mama und Papa und Du eine Familie seid. Du wirst vielleicht selbst einmal ein oder mehrere Engelchen aus dem Himmel haben dürfen, um sie aufwachsen zu sehen – bis sie wiederum groß sind und eine eigene Familie gründen. Und so weiter…“

„Du gehörst jetzt erst einmal auf die Erde. Aber Besuchsengel, das weißt Du ja jetzt, die kommen und gehen auch wieder recht schnell. Sie kommen in viele Familien, aber sie können nicht lange auf der Erde wohnen bleiben."

"Ich bin so froh, dass du mir das alles erzählt hast", sagte Angelika. Und nachdenklich fügte sie an „ist Opa auch ein Besuchsengel gewesen, denn er war ja auch nur kurz da?“ Oma war überrascht, über das, was Angelika da so schnell kombiniert hatte. Oma wusste nicht so ganz, was sie davon halten sollte. Sie nahm Angelika den leeren Becher ab und legte das Märchenbuch auf den Tisch und sagte „Für Dich schien es so, als wenn Opa nur kurz da gewesen wäre, weil Du ja noch so klein bist. Für mich war es auch „zu kurz“. Aber das mit Opa werde ich Dir morgen erklären“. Aber gerade, als Oma ihre Angelika noch einmal in den Arm nehmen wollte, hatte die sich schon in ihr Kissen gekuschelt und war zufrieden eingeschlafen.

Oma schrieb die Engelsgeschichte auf.
Als Mama am nächsten Tag kam, um Angelika abzuholen, gab Oma ihr die Geschichte, damit sie wussten, was das Kind von ihr „mit auf den Weg“ bekommen hatte. Das war für Mama und Papa selbst ein großer Trost, denn nun mussten sie nicht vor Traurigkeit verstummen und nichts verheimlichen, sondern fanden selbst auch die richtigen Worte, um mit Angelika über alles reden zu können, was sie innerlich tief bewegte. Über das Engelchen, über Oma und auch Opa, der bereits dort war, wo auch alle Menschen hin wollen, die glauben, dass es Engel gibt und die wieder dahin zurück wollen, wo die großen und die kleinen Engelchen leben und wo es ALLEN wirklich gut geht.

“Mama – wenn es dem Engelchen bei uns gefallen hat – vielleicht kommt es ja wieder??“, sagte Angelika zur Mama, als sie von ihr für die Heimfahrt in ihren Kindersitz angeschnallt wurde. Mutti holte tief Luft und lächelte Angelika glücklich an. Dann drückte Mutti ihr einen dicken Kuss auf und sagte mit holpriger Stimme „Ja, mein Schatz, vielleicht kommt es wieder, unser Engelchen – wir würden uns sehr darüber freuen!“ – „Ja, Mama – die Oma würde sich auch freuen – und ich mich auch!“

…………………………………………
Wo die Idee her ist, weiß ich nicht –
Aber wenn man es „so“ sieht –
So sehen kann…
können Mutti und Papi „ihr“ verlorenes Engelchen gut aufgehoben wissen und in Liebe los lassen –
Vielleicht kommt es ja wieder???
jokodahama

Julie Bartels

julie.bartels@web.de

 
Dienstag, 30-03-10 21:10
mir ist diese seite schon seit längerem bekannt. Ich lese gerne die vielen wunderschönen Gedichte (dieser Ralf Korrek hat einen Orden verdient) wenn ich mich an meine Tochter Lilly erinnere. Sie ist vor 4 Jahren am SIDS gestorben. Für alle anderen traurenden Eltern alles Liebe.
Mit besten Wünschen Julie

Inga Sauer

inga.sauer@gmx.net

 
Sonntag, 21-03-10 18:45
So viele verwaiste Eltern...erschütternd....
Mein geliebter Sohn Roland ist am 29. Januar 2010 im Alter von 19 Jahren an einem bösartigen Knochentumor (Ewing Sarkom) gestorben. Am 3. April würde er seinen 20. Geburtstag feiern. Ein kurzes und die letzten zwei Jahre ein sehr leidenvolles Leben. Und dennoch schenkte er uns stets seine Liebe und war bis zuletzt erfüllt von Glauben und Hoffnung... Mein liebes Kind, ich vermisse dich so sehr.....Ich liebe dich! Wie schwer ist das zu ertragen...
Ich fühle mit allen Eltern und besonders mit Müttern, die Ihre geliebten Kinder verloren haben. Gott möge euch viel Kraft und Trost schenken.

  Donnerstag, 18-03-10 07:25
Noch 1,5 Wochen und meine Maus würde 18 werden. Man, es tut so verdammt weh. Ich möchte schrein, aber selbst das kann ich nicht. Sie fehlt mir sooooo sehr.
Maus ich liebe Dich, Deine Mama

Nicole Schütz

nicole.schuetz3@frennet.de

 
Sonntag, 14-03-10 12:12
Hallo,ich habe meine Tochter am 25.12.2008 verloren.Jetzt versuche ich mit meinen Jungs ein neues Faamilienleben auf die Beine zu stellen,dass ist nicht einfach.Denn die Trauer ist immer dabei,den es fällt immer einer am Tisch.

Joanna
  Samstag, 13-03-10 00:20
Hallo Sabine,
meine Familie hat mir kein bißchen unterstützt beim Verlust meines Sohnes (23 Jahre )vor drei Jahren.
Mit einer Betroffenen tausche ich regelmäßig e-mails.Eine fremde Frau ist meine Unterstützung.Auch ich beneide alle,die Unterstützung von der Familie erhalten.
Ich hab das Liebste verloren,und bei meiner Familie wird getan als hätte ich ein Ball oder Puppe verloren.
Meine Trauer ist sehr tief.
Auch mein Herz ist begraben worden.

Gruß tieftraurige Joanna

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