33. Evangelischer Kirchentag in Dresden

Die anfängliche Irritation beim Aufbau unseres Standes am Markt der Möglichkeiten am Mittwoch (den ganzen Tag kein Wasser, keine Toilette, kein Besen...) wich bald der Gewissheit, mit dem Bundesverband Verwaiste Eltern hier richtig zu sein. An allen drei Tagen kamen ständig Besucher, ergaben sich viele Gespräche und auch mancher Trost. Unser Stand im Bereich Seelsorge / Lebenshilfe wurde durchgängig von Petra Hohn und Beate Bahnert betreut. Dazu kamen Stephan Hadraschek vom VEID-Vorstand und die Dresdner Verwaisten Eltern und Geschwister. Der Stand war freundlich mit bunten Tüchern geschmückt, oben das Regenbogentuch, wir konnten unsere Materialien präsentieren und dazu auch Materialien unserer Gruppen. Immer wieder kamen Menschen, die mit verwaisten Eltern schon arbeiten, aber noch keine Gruppe organisieren können. Viele praktische Hilfen konnten hier vermittelt werden, neue Vernetzungen wurden geknüpft..

Ein Höhepunkt war der Gottesdienst „Mein Herz bei meinem Kind“ zu Himmelfahrt in der Zionskirche. Diese Kirche in der Südvorstadt ist ein helles, freundliches Gebäude im skandinavischen Stil. Sie passte hervorragend zur Aussage des Gedenkgottesdienstes. Die Verwaisten Eltern Ostthüringen hatten Inhalt und Ablauf entworfen und organisiert. Die mindestens  80 Besucher – die Platzzahl war genau passend – bekamen rote Pappherzen, auf die sie die Namen der Kinder schreiben konnten, und Teelichter. Es war sehr bewegend, wie alle nacheinander die Lichterherzen auf dem Regenbogentuch liebevoll ablegten. Predigt und Fürbitte hielt Eva-Maria Gewohn vom Trauercafé Grimma, sie ist Prädikantin in Ausbildung. Zum „Vatertag“ gedachte sie auch der Väter und Großväter, von denen relativ viele gekommen waren. Den musikalischen Part übernahmen die „Lerchen“ mit Kantor Hauke Scholten aus Bremen. Die Jugendlichen sorgten mit Liedern aus „Siris Reise“ ausnahmslos für Begeisterung.

Am Freitag gaben sie auf der „Marktbühne“ in der Nähe des VEID-Standes auf dem Markt der Möglichkeiten auch noch ein kleines Konzert. Der Gesang, die frischen Melodien und nachdenkenswerten Texte, die Ausstrahlung und das Miteinander der Sänger sind unübertroffen.

Wie heißt es doch im Regenbogenlied: „Wir werden unsre Wege gehn, werden uns bald wiedersehn im Regenbogenlicht...“ Der nächste Kirchentag wird in Hamburg sein.

Beate Bahnert


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