Treffen der bundesweiten Regionalstellen "Verwaiste Eltern"

am 7. Oktober 2006 in Fulda auf Einladung des VEiD

Eine Zusammenfassung der Eindrücke von Gerrit Gerriets,

Vorsitzender des Landesverbandes Verwaiste Eltern NRW e.V.

 

Der neue Vorstand des Bundesverbandes Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. mit seiner Vorsitzenden Petra Hohn hatte alle Regionalstellen in Deutschland zu diesem Treffen eingeladen, um die künftige Zusammenarbeit mit dem Netzwerk auf eine neue und tragbare Basis zu stellen.

 

Als Mitbegründer des Bundesverbandes hatte ich im Beirat einige Jahre auch das Regionalteam im Aufbau und seiner Arbeit begleitet. Daher bin ich der Einladung von Frau Hohn gerne gefolgt, zumal mir von ihr im Vorfeld wesentliche Änderungen in der Organisation und ein neues Konzept des VEiD in Aussicht gestellt wurden.

 

Nach einer allgemeinen Vorstellungsrunde erläuterte Herr Franz Deller das neue Konzept des Bundesverbandes. Wesentliche Änderungen, die die Arbeit des gesamten Netzwerkes betreffen sind hierbei hervor zu heben:

·         Die Basis aller Arbeit sind die Selbsthilfegruppen-Mitglieder

·         Regionale Selbsthilfegruppen vertreten gegenüber der Regionalstelle oder dem jeweiligen Landesverband die Interessen der SHG

·         Die Landesverbände oder Regionalstellen vertreten die Interessen der regionalen SHG`n gegenüber dem Bundesverband und in der Landesregion werden die Kontakte zu den SHG´n gepflegt und Hilfe bei Neugründungen und Finanzierung geleistet

·         Der Bundesverband vertritt die Interessen des gesamten Netzwerkes bundesweit in Politik und Gesellschaft und führt auf Bundesebene Gespräche mit Vertretern von Dachverbänden, leistet Lobbyarbeit und setzt sich bei möglichen Trägern für die Finanzierung der Gesundheitsselbsthilfe ein und leistet Öffentlichkeitsarbeit.

 

Diese Neustrukturierung entspricht durchaus den Vorstellungen und Bedürfnissen des Netzwerkes.

Daher sollen diese Eckpunkte auch in eine neue Satzung des Bundesverbandes einfließen.

Grundsätzlich ist jedoch davon auszugehen, dass nicht jede Regionalstelle alleine alles leisten kann. So soll der Bundesverband im Bedarfsfall hier Unterstützung leisten.

 

Den Anwesenden wurde ein Entwurf einer neuen Satzung für den VEiD überreicht. Auf den ersten Blick war festzustellen, dass diese Neufassung im Wesentlichen bereits die o.a. Strukturen berücksichtigt und die dirigistischen Absätze der alten Satzung völlig entfallen. Leider war der zeitliche Rahmen an diesem Tag nicht ausreichend, um den Entwurf erschöpfend zu diskutieren. Hier sollten alle Interessierten jedoch noch sorgfältig überlegen und Anregungen einbringen. Es wäre wünschenswert, wenn die neue Satzung bei der nächsten Jahreshauptversammlung steht und verabschiedet werden könnte, bietet sie doch dem gesamten Netzwerk die Möglichkeit, künftig näher zusammen zu rücken und die gemeinsamen Interessen wirkungsvoller vertreten zu können.

 

Ein Beispiel langjähriger Entwicklung von einer kleinen SHG zu einem funktionierenden Verein, der auch Regionalstelle für Teile Bayerns ist, stellte Frau Lorenz von dem Verwaiste Eltern München e.V. eindrucksvoll vor und gab wertvolle Hinweise zur Organisation, Arbeit und Finanzierung des Vereins.

 

In den anschließenden Diskussionen war festzustellen, dass noch viel Klärungsbedarf besteht, jedoch der VEiD sich auf einem akzeptablen Weg befindet, die Struktur des Netzwerkes an den Bedürfnissen der Basis, nämlich den vom Tod eines Kindes betroffenen Eltern, auszurichten. Hier sollten alle involvierten Regionalstellen kooperativ mitarbeiten und zum Gelingen beitragen.

 

Den Organisatoren dieses Regionalstellen-Treffens, dem "Trauernde Eltern Fulda e.V." möchte ich an dieser Stelle für die gute Organisation, die herzliche Aufnahme und die

exzellente Bewirtung im Haus Oranien sehr herzlich danken!


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