

Am 24.9.2005 trafen sich die regionalen Partner gemeinsam mit dem Vorstand des Bundesverbandes im Haus CALOR, Haus der Begegnung, in Leipzig.
Thema war, der gemeinsame Weg für eine konstruktive Zukunft, denn gerade nach der Auflösung der Bundesstelle in Hannover und den dadurch entstandenen Schwierigkeiten bedarf es einer zukunftsweisenden Lösung , GEMEINSAM, allen betroffenen Eltern und Geschwistern zu helfen.
An alle Partner, welche den weiten Weg nicht gescheut haben nach Leipzig zu kommen, ein herzliches Dankeschön.
Gerade das hat gezeigt, wie hoch die Erwartungen und das Vertrauen in die Arbeit des Bundesverbandes sind, wir wollen aus Fehlern lernen , offen miteinander umgehen, schauen wir nach vorn, denn nur gemeinsam sind wir stark und glaubwürdig!
Wichtig ist für die gesamtdeutsche Zusammenarbeit, einander zu respektieren und auszutauschen und sich nicht zu behindern.
Es gilt grundlegende strukturelle Aufstellungen festzulegen, die Vernetzung ist eine von den großen Aufgaben. Ein Erfolg stellt sich nach und nach ein.
Das weitere Ziel ist eine neue Geschäftsstelle zu besetzen und wir haben auch schon einen Sponsor gefunden, der uns mietfrei Räume zur Verfügung stellt.
So können wir ab 2006, regelmäßig unsere Arbeitstreffen durchführen, in der Hoffnung endlich alle regionalen Gruppen und Vereine an einen Tisch zu bekommen , im Sinne der Sache eine gute und hilfreiche Arbeit zu leisten.
Petra Hohn
2. Vorsitzende
Hallo liebe Betroffene, Vereinsmitglieder, Interessenten und Freunde,
seit November 1999, nach einem Besuch eines Trauerseminares in Bad Seegeberg, bin ich förderndes Mitglied von VEiD. Der Unfalltod unseres damals 19-jährigen Sohnes Dirk liegt vier Jahre und fünf Monate zurück.
Ich habe gerade den 1. Rundbrief März 2000 gelesen und wir wünschen dem neuen Vorstand viel Kraft, Durchhaltevermögen und die Unterstützung durch recht viele Mitglieder bei der wahrhaftig nicht leichten Arbeit unseres Vereins.
Wir haben in Leipzig seit 1993 eine SHG Verwaiste Eltern unter dem Dach und der Initiative der Evangelischen Lebensberatungsstelle.
Die Todesursache unserer Kinder reicht von Suizid über Verkehrs- und andere Unfälle bis zu Krankheit.
Meine Frau und ich gehören seit 1996 zu dieser Gruppe. Heute haben wir eine geschlossene Gruppe mit etwa 20 Mitgliedern, darunter 7 Ehepaare als fester Kern und eine offene Gruppe. Die geschlossene Gruppe ist jetzt so gefestigt, daß wir uns Mitte des Jahres weitgehend verselbständigen können und unsere Arbeit in eigener Regie fortführen. Die Kapazität der ev. Beratungsstelle reicht nicht aus, um beide Gruppen ständig zu begleiten, wir können aber für unsere Treffen weiter die Räumlichkeiten der ev. Beratungsstelle in Leipzigs Innenstadt nutzen und beide Trauerbegleiterinnen bleiben auch als Ansprechpartner erhalten.
Rückblickend hat unsere SHG erstaunlich viel geschafft. Waren Anfangs nur Frauen dabei, so sind auch heute die Väter da, eben verwaiste Eltern. Wir treffen uns monatlich ein mal, machen jährlich einen "Wandertag", haben schon mehrere Male in der Leipziger Volkszeitung auf uns aufmerksam gemacht, hatten einen Polizeiseelsorger in unserer Runde, treffen uns jedes Jahr mit interessierten Medizinstudenten der Universität Leipzig, um ihnen vorbereitend auf ihren künftigen Beruf auch die traurige Seite des Krankseins und des damit Umgehens seitens der Mediziner aus der Sicht der Hinterbliebenen nahezubringen. Wir haben erste Erfahrungen mit der Zuwendung öffentlicher Gelder für die Arbeit der SHG gesammelt und einige von uns sind auch bereits in die Fernsehöffentlichkeit des MDR getreten. Daran wird vielleicht deutlich wieviel Hilfe, Kraft und Halt eine derartige SHG geben kann.
Vergangenes Jahr haben wir erstmals ein ganzes Wochenende, nicht nur weil die monatlichen Treffen sich immer als zu kurz erweisen, in der evangelischen Akademie Meißen verbracht. Dort haben wir unter Regie einer Trauerbegleiterin Gruppengespräche geführt, hatten ausgiebig Zeit miteinander zu reden, zu weinen und auch zu lachen. Insbesondere hier haben alle die Geborgenheit der Gruppe gespürt und auch das inzwischen gemeinsam tragende Beziehungsgeflecht zwischen den Gruppenmitgliedern. Wir werden ein derartiges Wochenende unbedingt wiederholen.
Kurz gesagt, wir haben einen reichen Erfahrungsschatz gesammelt, den wir gerne mit anderen teilen wollen um vielleicht Mut zu machen, weitere SHG´en zu gründen.
Viele Grüße von
Petra und Rudi Wonsack und Tochter Verena
(email : Rudi.Wonsack@t-online.de)
Wir freuen uns immer über Vorschläge, wie wir unser Angebot ausbauen können. Schreiben Sie uns!
Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.