
Gabriele Gèrard schreibt über das Schlimmste, was Eltern passieren kann: über den plötzlichen Verlust ihres Kindes - und über die Unmöglichkeit, sich damit abfinden zu können.
Ein beeindruckendes Buch über Trauer und über die Kraft, diese Trauer zu leben.
Verzweiflung über den Tod eines nahen Menschen ist Bestandteil unseres Lebens; im Gegensatz zu anderen Bereichen werden Tod und Trauer aber weitgehend verschwiegen (stille Trauer) oder als Ausnahmezustände für gewisse zeit akzeptiert. Mit ihrem Buch geht die Autorin bewußt aus diesem Abseits heraus; sie beschreibt die Geschichte einer engen Beziehung zwischen Mutter und Sohn, die dann blitzartig getrennt, aber nicht zerstört wird. In Briefen, Tagebüchern, Erinnerungen wird das Ausmaß dieses Verlustes sichtbar; Trauer erscheint als einzige Chance des Weiterlebens.
"Gabriele Gérard äußert sich aus der Zeit der Trauer, der Wut, des Widerstands gegen das Unglück. Sie schreibt an den toten Sohn, liest ihre Tagebücher zur zeit seiner Geburt, sammelt die schönen, nachdenklichen Briefe des inzwischen großen Sohnes. Und sie teilt ihre Gefühle zwischen Ausweglosigkeit, Leere, orientierungslosigkeit und großer Liebe mit an alle, die vielleicht Ähnliches erleben oder erleben könnten. Eine Suche nach dem Kind, das nicht mehr da ist, nach dem Rätsel des Todes und der Zukunft, nach einer inneren Balance, die die eigene lebendige Gegenwart wieder zuläßt (Aus dem Vorwort von Sabine Zurmühl).
Das Besondere an diesem Buch ist die offensive Sprache, mit der die Autorin über ihre Situation schreibt, und die unglaubliche Intensität ihres Erinnerns.
240 Seiten, ca. 10 Ablichtungen, gebunden
erschienen im Tansit-Verlag, Gneisenausttraße 2, 10961 Berlin
Tel. 030-69401811, Fax: 030-69401812
e-mail: transit@transit-verlag.de, www.transit-verlag.de
Preis: 18,80 Euro
Erscheinungsdatum: März 2004
ISBN: 3-88747-192-X
Wir freuen uns immer über Vorschläge, wie wir unser Angebot ausbauen können. Schreiben Sie uns!
Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.