Filmpremiere Sternenkinder

Am 27.09. um 19:00 Uhr, wird Kino Rex Filmtheater Wuppertal (Kipdorf 29) der Dokumentarfilm »Sternenkinder« gezeigt. Der Eintritt in die Veranstaltungen kostet jeweils 1 Euro. Im Anschluss an die Filmaufführungen gibt es eine Publikumsdiskussion mit den Filmbeteiligten. Die Filme werden ab der Premiere als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben. Kartenreservierungen und DVD-Bestellungen können beim Medienprojekt Wuppertal vorgenommen werden.
Filmpremiere »Sternenkinder« als Event bei Facebook

Ein Leben entsteht, die Eltern freuen sich auf ihr Baby. Und plötzlich erfahren sie bei Untersuchungen von ihren Ärzten oder Hebammen: Das Baby ist tot. Aus einem Traum wird ein Alptraum. Eine betroffene Mutter erinnert sich: »Und dann hieß es nur noch: Es tut ihnen sehr leid, sie können für unser Kind nichts mehr machen!« Jedes Jahr werden mehr als 2.000 Babys tot geboren. Sternenkinder, Schmetterlingskinder oder Engelskinder werden diese Babys einer stillen Geburt genannt.
Der Film porträtiert vier Sternenkindereltern, die offen vom Umgang mit ihrem Verlust erzählen: Wie sie sich erst auf ihre Babys freuten, vom Schock der Todesnachricht und dem zweiten Schock, das tote Baby nun natürlich zu gebären, von der Geburt und der verunsicherten Freude über ihr Baby und den Kontakten mit ihm und ihrer Trauer. »Ich war vollkommen fertig«, erzählt ein Vater. »Das war ganz, ganz fürchterlich. Erst einmal meine Frau leiden zu sehen – es ist eine Geburt, klar – und dann die stille Geburt, dieses Kind nicht schreien zu hören und es tot herauskommen zu sehen, das war ganz fürchterlich. Das Kind auf dem Arm zu halten, dieses Gewicht zu spüren und seine Gesichtszüge zu sehen, das war dann aber ganz, ganz toll. Ich war, glaube ich, in meinem Leben noch nie so traurig und vor allem noch nie so hin und her gerissen zwischen den verschiedenen Gefühlen.«
Dann kommt das Abschiednehmen im Krankenhaus und später ein zweites Mal bei der Beerdigung. Die Betroffenen erzählen vom Umgang mit der eigenen Trauer und mit der Hilflosigkeit aller in ihrem Umfeld, der Verarbeitung und Veränderung der intensiven und langanhaltenden Trauer und Verwundung, der Erinnerung an ihre Babys und von ihren Ritualen, dem Besuch von Trauergruppen und deren Bedeutung für die eigene Verarbeitung. »Die Gruppe war wie eine Erleichterung, weil diese Menschen wirklich verstanden haben, wie es uns geht«, erklärt ein Vater. »Unsere Familie, unsere Freunde, die können nachvollziehen, dass das sehr schwierig ist, aber verstehen können es nur Menschen, die das selbst erlebt haben. Und in dieser Gruppe sind wir auf mehrere Paare und auch Einzelpersonen getroffen, die wirklich verstanden haben, wie es uns geht.«
Die Betroffenen berichten auch, wie sie mit weiteren Kinderwünschen und Geschwisterkindern umgingen und welche Bedeutung ihr Verlust für die Liebesbeziehungen der Paare hat. »Für mich ist Neele eine Seele, die mir ganz nahe ist«, sagt eine betroffene Mutter. »Mein Mann und ich sind ja gemeinsam durch diese Trauerphase gegangen und das war ein riesiges Geschenk für unsere Beziehung, weil ich wusste, wenn ich existenziell nicht mehr kann, ist er da und ich kann mich dann absolut auf ihn verlassen. Das hat unsere Liebe unheimlich vertieft. Es kann nichts Schlimmeres passieren. Und das hat uns unser Kind geschenkt.«
Der Film will das Schweigen über diese traurigen Geburten und die lang anhaltende Trauer der Eltern um ihre viel zu früh gestorbenen Kinder brechen und Umgangsmöglichkeiten mit dem Verlust durch die Trauerverarbeitung in Gruppen aufzeigen.
Der Film wurde produziert vom Medienprojekt Wuppertal in Kooperation mit dem Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland.


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