Hilfe-nach-Suizid: Ein Online-Programm für Hinterbliebene nach einem Suizid

Hilfe-nach-Suizid: Ein Online-Programm für Hinterbliebene nach einem Suizid

Hinterbliebene nach einem Suizid haben ab sofort die Möglichkeit an einem neuen onlinebasierten Präventionsprogramm teilzunehmen, welches Betroffenen nach einem Suizid sowohl die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen als auch professionelle Unterstützung und Informationen anbietet.  Das Programm „Hilfe nach Suizid“ wird vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen der Förderlinie „Suizidprävention“ gefördert und in Kooperation mit AGUS e.V., dem Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister e.V. und der Medical School Berlin (Prof. Dr. Birgit Wagner) durchgeführt. „Hilfe-nach-Suizid“ ist eine Mischung aus psychologischer Gruppenintervention und Selbsthilfegruppe und wird als Webinar im Internet durchgeführt. Jeder Mensch, der einen Verstorbenen durch Suizid zu betrauern hat, kann mit einem Internetzugang und einem Mikrophon an dem Programm teilnehmen. Es ist somit gut von zu Hause durchführbar. Das Programm ist somit auch für diejenigen Betroffene nutzbar, die Vorort keine Selbsthilfegruppe zur Verfügung haben, oder derzeit nicht in der Lage sind persönlich an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen.

Wie läuft das Programm ab?

Einmal pro Woche kommen feste Gruppen aus fünf bis acht TeilnehmerInnen zu einem gemeinsamen webbasierten Termin zusammen und tauschen sich unter der Begleitung einer psychologischen Psychotherapeutin und eines erfahrenen Selbsthilfegruppenleiters zu Themen aus, die für die Betroffenen wichtig sind. Dabei geht es zum Beispiel um den Umgang mit Trauer, Schuldgefühlen, der Sinn- und Warum-Frage oder die Frage, wie man über den Suizid des Menschen um den man trauert mit anderen Menschen (z.B. Freunde, Nachbarn, Kollegen) sprechen kann. In den meisten Sitzungen wird zu Beginn ein Video gezeigt, in dem andere Betroffene (durch Schauspieler dargestellt) von ihren Erfahrungen mit der Trauer berichten. Diesen Videos schließt sich eine Gruppendiskussion an. Für die Zeit zwischen den Sitzungen erhalten die TeilnehmerInnen Anregungen zu vertiefenden Übungen (z.B. Schreibaufgaben oder Entwicklung von Ritualen), die den Trauerprozess unterstützen sollen. Das Programm beinhaltet 12 wöchentliche Sitzungen à 90 Minuten.

Wer kann daran teilnehmen?

Das Programm richtet sich an Menschen, die folgende Aspekte erfüllen: Menschen, die eine nahestehende Person durch Suizid verloren haben, im  Alter zwischen 18-75 Jahre sind und Zugang zum Internet zuhause haben

Wie kann ich mich anmelden?

Interessierte Teilnehmer können sich an die Projektkoordinatorinnen Frau Dr. Ulrike Maaß oder Frau Laura Hofmann wenden und sich über folgende Email anmelden: kontakt@hilfe-nach-suizid.de

Weitere Informationen über das Programm finden Sie auf der Homepage: www.hilfe-nach-suizid.de


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