Der Trauer um mein Kind Raum geben. Kreative Zugänge zu Gefühlen der Trauer.

Die Workshopteilnehmer erläutern ihre Bilder und erklären ihre Gefühle

Impressionen zum Malworkshop auf der Jahrestagung im Kloster Schöntal

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden wir an das Malen herangeführt, indem wir - eingeleitet durch einen zarten "Gong" 3 Vorsätze an uns herangetragen wurden. Nach einer Zeit der Meditation gingen wir unserem Zeitgefühl entsprechend in die hintere Raumhälfte, in der ausgebreitet, Bilder, Fotos, Texte, Gegenstände auf uns warteten. Diese haben wir ebenfalls unserem Zeitgefühl entsprechend aufgenommen. Wir haben uns vorgetastet und gesehen, was spricht uns an, was stößt uns ab, was passt, was passt überhaupt nicht....

Anschließend sind wir in die Runde zurückgekehrt und konnten Fragen stellen. Daran schloss sich eine Meditation an, wo wir drei kurze Sätze mit geschlossenen Augen auf uns wirken ließen und in Betonung und Tiefe innerlich veränderten. Es waren die Sätze:

Ich bin sterblich.

Eines Tages werde ich sterben.

Ich muss sterben.

Anschließend stellten wir uns in der Runde auf, schlossen die Augen und öffneten unsere linke Hand der Mitte zu. Die rechte Hand legten wir unserem rechten Nachbarn auf eine bestimmte Stelle am Rücken. Wir spürten unseren Nachbarn, den wir berührten. Wir spürten den Nachbarn, der uns berührte. Nach einer Zeit öffneten wir auch die rechte Hand der Mitte zu und erspürten den Unterschied. Gleich schwer, schwerer? Wärme, Nähe, Halt ? Ich persönlich empfand Wärme und Nicht alleine sein.

Daraus ließen wir ein Bild in uns erwachsen, erst grob, dann vielleicht konkreter.

Wir sammelten uns nach unserem eigenen Zeitgefühl, nahmen uns die Zeit die wir brauchten, bis wir uns ein weißes Blatt und Pastellkreiden holten. Wir suchten uns einen Platz und versuchten, das innere Bild in uns umzusetzen und in Farben und Formen festzuhalten. In allen Bildern war die Trauer und Dunkelheit, aber auch die Hoffnung, das Schöne und Halt gebende enthalten. Bei einem mehr, teilweise auch abhängig von der Zeit, die seit dem Verlust vergangen war.

Wir sammelten uns wieder im Kreis. Jeder legte sein Bild abgedeckt vor sich. Jeder drehte sein Bild um. Die anderen Kursteilnehmer teilten ihre Eindrücke dazu mit. Anschließend konnte man erzählen, was uns beim Malen bewegt hat und was wir zum Ausdruck bringen wollten. Auch wenn dabei manchmal die Tränen flossen, war es doch bei allen stimmig und ihr ureigenes, das zu Papier gebracht wurde.

Besonders positiv ist mir auch in Erinnerung, dass H. Heider, der Workshopleiter wert darauf legte, dass Äußerungen als persönliche Äußerungen gefasst wurden. Ich empfinde das Bild so. Für mich stellt sich das so dar....

Auch empfand ich es als überaus positiv, dass unser Tempo und unsere Bereitschaft sein Maßstab waren. Wir wurden zu nichts gezwungen. Grenzen akzeptiert. Es war sehr angenehm zu arbeiten, sowohl von H. Heider her, als auch von den Gruppenteilnehmern. Letztlich konnte jeder sich seiner Situation und seinen Standpunkt (in der Trauer), seine inneren Fragen bewusst werden.

Unsere Bilder waren im Gottesdienst am Sonntag und in den anschließenden Impressionen der Tagung dabei.

Rita Kullen

Leitung: Ernst-Friedrich Heider,

Pastor und Kunsttherapeut


Suchen

Interaktiv

Wir freuen uns immer über Vorschläge, wie wir unser Angebot ausbauen können. Schreiben Sie uns!

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit und damit Familien in der schwierigsten Zeit Ihres Lebens.

Jetzt online spenden


Oder spenden Sie direkt:

Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE26 370205000008321100
BIC:  BFSWDE33

Herzlichen Dank für Ihre Spende!

© 2018 - VEID - ® "Verwaiste Eltern" ist seit 1997 eingetragenes und geschütztes Markenzeichen des Veid. Die Verwendung Bedarf der Zustimmung.