"Aus den Tränen wächst die Hoffnung"

Gespannt zuhörende Tagungsteilnehmer
Eine kleine Pause zu Beginn der Tagung
Eindrücke aus dem Workshop "Entdecke deine Ressourcen" mit Lisa Schreyer
Ergebnisse des Workshops "Aus den Tränen wächst die Hoffnung" mit Eike Geertz

 

Ein Bericht über die 9. Jahrestagung in Freising bei München

Der Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. veranstaltete vom 19. bis 21. März 2004 seine 9. Jahrestagung im Kardinal-Döpfner-Haus in Freising bei München.

Eingeladen waren BegleiterInnen von Gruppen für Verwaiste Eltern, Betroffene - also trauernde Mütter, Väter und erwachsene Geschwister - und alle, die an der Arbeit der verwaisten Eltern Interesse hatten. Zwei Tage lang hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, miteinander zu arbeiten, gemeinsam kreative Zugänge zu ihren Gefühlen der Trauer zu suchen sowie Zeit und Raum für den Gedankenaustausch mit anderen zu haben.

Das Thema der Tagung lautete "Aus den Tränen wächst die Hoffnung" -  ein Thema, das beides beinhaltete: Die Trauer um den schrecklichen Verlust, aber auch die Hoffnung, dass ein Weiterleben ohne das geliebte Kind trotzdem möglich ist.

Für beides war bei dieser Tagung Platz  -für die Trauer und die Hoffnung. Es sollte Raum und Zeit sein für Begegnungen - Begegnungen mit sich selbst, mit dem verstorbenen Kind, dem verstorbenen Bruder oder der verstorbenen Schwester. Die Tagung ermöglichte den Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Müttern, Vätern und Geschwistern und gab Unterstützung auf dem Trauerweg.

Gleichzeitig bot die Tagung BegleiterInnen und Interessierten durch gemeinsames Erleben und fachliche Informationen Einblick in die Situation trauernder Familien.

Die Jahrestagung stand unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin und Fernsehmoderatorin Petra Schürmann, die durch den Unfalltod ihrer Tochter aus persönlicher Erfahrung weiss, was es bedeutet, ein Kind zu verlieren und welche Auswirkungen dieser Verlust auf das eigene Leben, das der gesamten Familie und auch auf das gesamte Umfeld hat.

Workshops und Vorträge boten die Möglichkeit der Begegnung mit anderen, sich selbst und seiner Trauer, des Austausches, der Weiterbildung und der Planung weiterer Vernetzung von Hilfsangeboten für Betroffene und Helfer. Mag. theol. Christine Fleck-Bohaumilitzky,  1. Vorsitzende des Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland, begrüsste am Freitagnachmittag die etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus ganz Deutschland und Österreich nach Freising gekommen waren.

Den Eröffnungsvortrag hielt Dr. Monika Specht-Tomann, Buchautorin, Physiotherapeutin und Psychologin. Lisa Schreyer stellte Methoden für den heilsamen Umgang mit Trauer vor.

Die Bildhauerin Eike Geertz arbeitete mit dem Medium Speckstein, um eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Prof. Dr. Alfred Drees vom Zentrum für Intuitive Dialoge, Krefeld, referierte zum Thema "Intuition in Trauerprozessen".

An den Abenden erlebten die Teilnehmenden von Rosemarie Wechsler eindrucksvoll erzählte "Märchen von Leben und Tod", weil, so sagt die ehemalige Sozialpädagogin, "Ich immer wieder davon fasziniert bin, welche Antworten auf existentielle Fragen wir in Märchen finden können" sowie ein von Christel Johanna Witte bearbeitetes Figurentheater "Gevatter Tod" -eine ungewöhnliche Inszenierung des Märchens der Gebrüder Grimm.

Ein ökumenischer Gottesdienst, der von Christian Fleck gehalten wurde, beendete am Sonntag die Tagung.

 

Die nächste Jahrestagung  des Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland wird am ersten Märzwochenende des kommenden Jahres (4. bis 6.3.2005) in Bremen stattfinden. Das Thema der Tagung, das Programm und weitere Einzelheiten zur Anmeldung werden wir an dieser Stelle frühzeitig bekannt geben.

 


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