Grußwort

Sehr geehrter Damen und Herren,

ich freue mich sehr, Sie auch im Namen des Vorstandes zur 9. Jahrestagung im Netzwerk Verwaiste Eltern hier im Kardinal-Döpfner-Haus in Freising begrüßen zu dürfen.

Aus den Tränen wächst die Hoffnung - das ist das Thema dieser Tagung.

Ich bin Christine Fleck-Bohaumilitzky, 1. Vorsitzende des Bundesverbandes Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

Es freut uns sehr, dass Frau Petra Schürmann die Schirmherrschaft für diese Tagung übernommen hat. Sie hat vor fast 3 Jahren ihre Tochter Alexandra durch einen Verkehrsunfall verloren. In ihrem Buch Und eine Nacht vergeht wie ein Jahr hat sie viele Erinnerungen an ihre Tochter aufgeschrieben.

Aus gesundheitlichen Gründen kann Petra Schürmann heute leider nicht persönlich anwesend sein. Ihr Grußwort wird anschließend verlesen.

Wir freuen uns auch darüber, dass wir sehr kompetente Referentinnen und Referenten für den Vortrag und die Workshops gewinnen konnten.

Aus den Tränen wächst die Hoffnung -

Viele von Ihnen werden es kennen - viele geweinte und ungeweinte Tränen nach dem Tod eines Kindes, eines Bruders, einer Schwester, eines Enkelkindes, das Gefühl, mit diesem Schmerz nicht mehr weiterleben zu können - und trotzdem geht das Leben irgendwie weiter. Zuerst vielleicht mit der Angst, nie wieder ein glückliches leben führen zu können, nie wieder Freude empfinden zu können. Nach einiger Zeit ist vielleicht doch eine kleine Hoffnung spürbar, das Leben bekommt wieder Sinn, langsam stellt sich wieder so etwas wie Freude ein, es keimt die Hoffnung auf, das Leben könne doch wieder gut werden, wenn auch ganz anders als vor diesem schrecklichen Ereignis. - Aus den Tränen wächst de Hoffnung.

Für beides - für die Trauer und für die Hoffnung soll an diesen Tagen Platz sein. Wie es schon in der Ausschreibung steht, soll es Raum und Zeit geben für Begegnungen - Begegnungen mit sich selbst, Begegnungen mit Ihrem Kind, Ihrer Schwester, Ihrem Bruder. Es soll auch Zeit sein zum Erfahrungsaustausch und  dazu, fachliche Informationen für die Arbeit mit trauernden Familien zu bekommen.

Liebe Tagungsteilnehmer, ich möchte schließen mit einem Text von Sascha Wagner, einer betroffenen Mutter. Ihr vierjähriger Sohn starb durch Ertrinken, ihre 22-jährige Tochter durch Suizid.

Trauer kann man nicht unterdrücken wie einen Feind.

Trauer kann man nur verwandeln:

den Schmerz in Hoffnung

die Hoffnung in tieferes Leben

Ich wünsche uns allen einen guten Verlauf dieser Tagung, viele gute Gespräche und Begegnungen, vielleicht auch einen verwandelten Schmerz.

 

Mag. theol. Christine Fleck-Bohaumilitzky

1. Vorsitzende

 


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