Grußwort

 

Wenn man weint, weil man glaubt, die Sonne zu verlieren, werden die Tränen einen daran hindern, die Sterne zu sehen.

Ein Zitat, daß meine Tochter kurz vor ihrem Unfalltod einer Freundin schrieb, die ihre Mutter verloren hatte.

Und da stoße ich wieder auf das factum, daß es für Eltern "normal" ist vor den Kindern zu gehen, so schrecklich es auch ist, wenn Mutter oder Vater früh sterben.

Deshalb hat es mir so gefallen, daß sich Ihr Verein "Verwaiste Eltern" nennt.

Verwaist - das trifft es!

Ich habe mich nie so verwaist, heimatlos und elend gefühlt, wie nach dem Tod meiner Tochter.

Was man mir nicht alles angeboten hat, das helfen sollte, von Tabletten über Hypnose bis zu esoterischem Quatsch... Gut gemeint, aber zwecklos.

Menschen, die am Grab meiner Tochter standen, boten mir ein Medium an, durch dessen Hilfe ich mit meiner Tochter im Jenseits Kontakt aufnehmen könne.

Ein Frau aus Wolfsburg gab an, sie hätte mit meiner Tochter im Jenseits sprechen  können und schickte mir zum Beweis ein Band - nicht ohne den Hinweis, daß sie normalerweise dafür 10000 Euro verlange. Für mich sei es selbstverständlich kostenlos.

Um es kurz zu machen: nichts stimmte auf dem Band. Die Stimme nicht, der Inhalt nicht und daß Alexandra mich "Mutti" nannte, auch nicht. Sie hat immer "Mami" zu mir gesagt und auch mal "Mamski".

Zum Schluß war auf dem Tonband ein schauerlich billiges Lied, das mich offensichtlich trösten sollte, des Inhalts: Mutti, mach dir um mich keine Sorgen, mit geht es gut hier oben.

Ich fühlte mich beleidigt, auch für meine Alexandra. Und ich dachte mir: so geht`s nicht. Das können nur die beurteilen, die die gleiche Tragödie durchlitten haben.

Das trifft auf ihre Institution zu. Auch der Aufruf , daß Tage vor Weihnachten verwaiste Eltern eine Kerze anzünden und sie ins Fenster stellen sollen. Es müssen viele Eltern sein, die um ihre Kinder weinen. Ich allein habe schon tausende, verzweifelte Briefe bekommen.

Es sind manchmal gerade die Kleinigkeiten, die trösten können. Und so wünsche ich allen Eltern, die um ihre Kinder weinen: aus den Tränen möge die Hoffnung wachsen.

Es ist das Motto der Tagung, zu der ich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht kommen kann. Aber ich bin in Gedanken bei Ihnen und es ist mir eine große Ehre, die Schirmherrschaft angeboten bekommen zu haben.

Vielleicht kann ich nächstes Jahr dabei sein - ich bin nämlich Überzeugungstäter für "Verwaiste Eltern"

 


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