Workshop INTUITION IN TRAUERPROZESSEN mit Prof. Dr. med. Alfred Drees

 

Es hatte sich eine erstaunlich große Gruppe von 19 Frauen und Männern zusammen gefunden, die sich mit sehr viel Gespanntheit und Interesse auf das einließen, was Prof. Drees vorstellte.

Er selbst, 74-jährig, voller Vitalität und Humor, mit jahrzehntelanger Erfahrung als Psychiater und Psychoanalytiker, Chefarzttätigkeit in verschiedenen Kliniken, betreibt seit 1996 als "Ruheständler" eine private Praxis für intuitive Kommunikation in Krefeld.

Voran stand ganz grundsätzlich die Frage der Gestaltung von Beziehungsmöglichkeiten zu leidenden Menschen.

Es gilt das was da ist, das was durch das reine Zusammentreffen in der/dem BeraterIn als Gefühl sinnlich intuitiv entsteht, zu versprachlichen. Es gilt die uns innenwohnende Fähigkeit (weiter) zu entwickeln, sinnlich resonante Phantasien zuzulassen.

Was heißt das in der Arbeit? Es sitzt mir ein Mensch gegenüber, in mir entsteht ein Gefühl durch den Impuls dieser Begegnung. Hieraus entstehen Bilder, die benannt und beschrieben werden, gleichsam eines kreativen Vorgangs. Das Bild gestalten. Nicht nur als Überschrift, sondern es ausgestalten. Die Details sehen und benennen, ohne in ein direktes symbolisches Deuten hinein zu gehen.

Ziel ist es, so Gesprächs- und Gefühlsblockaden aufzulösen, durch das Anreichern des Gespräches mit sozialen, kulturellen und mit Sinnfragen. Es ist also ein Öffnen für die vielfarbigen kommunikativen Möglichkeiten. Daher ist die Bezeichnung des PRISMATISIERENS entstanden. Indem das Licht einfällt wird es aufgeschlossen in die wirkliche Vielfalt seiner Farben. Eben so, wie es dann auch in der Begegnung sein kann.

Wir müssen auf vielen Wellen auf Empfang sein, um so aus den Vorgaben eine bunte Vielfalt an Gesprächsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Methode des "Prismatisierens", ist eine besonders kreative Möglichkeit des Gesprächseinstieges, um dann in der Folge die Mobilisierung kreativer Ressourcen zu ermöglichen. So können im Spiel der Beziehung aufsteigende Phantasieeinfälle ausgemalt und ausgetauscht werden.

Dieser Tages-Workshop bot, nach der theoretischen Einführung durch Prof. Drees, Möglichkeiten eines ersten Übens in der Anwendung der "intuitiven Dialoge".

So wurden im kollegialen Kreis der TeilnehmerInnen "Fälle aus der Begleitungspraxis" eingebracht, die Impuls für "unsere" sinnlich resonanten Phantasien sein konnten.

Es entstanden sehr unterschiedliche Bilder im Teilnehmerkreis. Viele Bilder -und das haben wir durchaus auch als Schwierigkeit im ersten Anwendungsversuch erlebt -hatten unmittelbar symbolischen Deutungscharakter.

Am Ende dieses Tages waren die Rückmeldungen sehr unterschiedlich.

Während ein Teil der TeilnehmerInnen diese Methode als bereichernd und in den eigenen Beratungskontext integrierbar erlebten, fühlten sich andere mit der Konfrontation dieses Neuen sehr überfordert.

Fazit: Die prismatische Orientierung findet heute Akzeptanz u. a. in Beratung und Psychotherapie von Sterbenden, von Krebskranken und traumatisierten Menschen. So ist sie ohne Frage durchaus auch eine Bereicherung in der Begleitung Trauernder.

Danke -Herr Prof. Drees!

Dieter Steuer

Trauernde Eltern Rhein-Main e.V.

 


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