Bericht zur Jahrestagung

Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

10. Jahrestreffen vom 3. -5. Februar 2006 im Burckhardthaus in Gelnhausen

Für unsere Jahrestagung hatten sich 51 Teilnehmer angemeldet und 49 fanden den Weg nach Gelnhausen.

In der schönen Anlage des Evangelischen Instituts für Jugend-, Kultur- und Sozialarbeit wurden alle Teilnehmer herzlich von der Leitung des Burckhardthauses und den Mitarbeitern willkommen geheißen.

Die Organisatoren des Wochenendes Petra Hohn und  Franz Deller hatten ein volles Programm auf die Beine gestellt, in der Hoffnung den Erwartungen der Teilnehmer  gerecht zu werden.

Mit Wurzeln, Tüchern, Steinen und Kerzen war der Seminarvorraum getreu dem Motto "Kraft aus meinen Wurzeln" dekoriert . Ein Büchertisch, sowie liebevoll gestaltete Mitten in den Seminarräumen rundeten ein sorgsam vorbereitetes Wochenende ab.

Bereits nach der Begrüßung am Freitag Nachmittag, durch Frau Mag. theol. Christine Fleck-Bohaumilitzky folgte ein Fachvortrag von Herrn Prof. Dr. Werner Burgheim.

Seine Ausführungen behandelten die Thematik der Veranstaltung "Kraft aus meinen Wurzeln". Gezielt integrierte er die Teilnehmer in seinen interessanten Vortrag ein und bescherte somit einen gelungenen Tagungseinstand.

Nach dem Abendessen, folgte die Buchlesung von Frau Petra F. Killinger, Autorin des Buches "Schmetterlingsflüstern", in dem sie über den Verlust ihrer kleinen Tochter schreibt.

Die musikalische Untermalung durch ihren Mann, verlieh der Lesung ein einzigartiges Flair.

Die ausdrucksvollen Passagen gaben den Betroffenen das Gefühl der Verbundenheit und sich Wiederfindens.

Gerührt und voller Verständnis hörten alle zu und fanden viele Parallelen zu ihren eigenen Trauergefühlen.

Bewegt durch das Gehörte klang der Abend in vielen gemeinsamen Gesprächen aus.

Der Samstag begann mit einer gemeinsamen Morgenmeditation

Nach ausgiebigem Frühstück stellten sich alle Workshopleiter / Innen vor und nahmen ihre jeweiligen Gruppen direkt mit in die hellen Seminarräume.

Eike Geertz, Bildhauerin und Leiterin der Arbeiten mit Speckstein besetzte das Dachgeschoß mit einem ganztägigen Workshop.

Natürlich wollten alle sofort mit dem Steinbehauen beginnen, aber  .. zuerst die Steine anfassen, Gefühle hierfür entwickeln und den richtigen Stein erfühlen. Nach dem Steine - Baden zeigte Eike Geertz gekonnt, auf welche Maserung zu achten ist.

Die Arbeit begann und alle waren total beschäftigt.

Die weiteren Workshops wurden  halbtags angeboten. Das bedeutete Schwerstarbeit für die Teilnehmer, da ja nachmittags wieder ein anderes spannendes Erlebnis begann.

Auch für die Referenten war es immer wieder eine neue Erfahrung, jede Gruppe hatte ihre eigene Dynamik und die unterschiedlichsten Vorstellungen zu den einzelnen Themen.

Die Gruppen um Ulrike Möller -Trauertherapeutin und Trauerbegleiterin, gingen das Thema "Der Trauer Gestalt geben" mit Pinsel und Basteln an.

Dieter Steuer -Psychotherapeut und Vorsitzender der Trauernden Eltern Rhein/Main- behandelte das Thema Sexualität in der Trauer. Ein Tabuthema, das besondere Sensibilität erforderte.

Ein schweres Thema hatte sich Heidi Matzel, Trauerbegleiterin aus Berlin vorgenommen.

An ihrem Workshop, Suizid bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nahmen viele betroffene Eltern teil.

Neu in diesem Jahr war die Gesprächsgruppe für trauernde Mütter, Väter und Geschwister. Die Teilnehmerzahl rechtfertigte diesen Workshop, der von Petra Hohn, Trauerbegleiterin geleitetet wurde.

Im Sinne der Vorbildung war der letzte Kurs, Supervision, den Frau Mag. theol. Christine Fleck-Bohaumilitzky leitete. Dieser Kurs sprach besonders die Leiter von Gruppen an.

Ein Ökumenischer Gottesdienst beschloss den Abend.

Nach Morgenmeditation und Frühstück stand am Sonntag bereits die Abschlussrunde auf dem Programm.

Geleitet von Franz Deller wurden die einzelnen Workshops aufgearbeitet.

Zuvor aber wurde eine Kerze zum Gedenken an alle verstorbenen Kinder angezündet.

Gezeigt wurden auch die Speckstein-Arbeiten der "Künstler". Was hier in einem Tag geschaffen wurde, fanden nicht nur die Tagungsteilnehmer, auch die Leiterin Frau Geertz erstaunlich.

Harmonie und Zufriedenheit war das Resümee, der Tagung.

Das Haus, die Umgebung, die Unterkunft, der gesamte Ablauf wurden sehr gut beurteilt..

Mit Dankesworten für dieses gemeinsame Wochenende verabschiedete Franz Deller die Teilnehmer.

Abschließend möchten sich die Organisatoren bei allen Teilnehmern und Referenten der Jahrestagung bedanken und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und auf eine gelungene Tagung.

 

Petra Hohn und Franz Deller,

im Namen des Vorstandes


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