Schmerz in Bildern und Worten ausgedrückt

Als Mitglied der Selbsthilfevereinigung Regenbogen (TCF) Schweiz und in meiner Tätigkeit als internationale Kontaktperson reiste ich zusammen mit meinem Mann Ende September nach Leipzig, um am Freitag, 28. September 2007 an der Feier zum 10jährigen Jubiläum des "Bundesverbandes Verwaiste Eltern in Deutschland" teilzunehmen.

Für den Nachmittag stand die Vernissage der Ausstellung "Die Worte die dir helfen, die kannst du dir nicht selber geben" auf dem Programm. Diese Ausstellung fand in den Räumen der BARMER Krankenkasse an der Ludwig-Erhard-Strasse statt. Der persönlich anwesende Künstler, Wolfgang Todtenhausen, welcher auch Autor des autobiographischen Buches "TränenReich" ist, hat vor 4 Jahren seine neunjährige Tochter Julia verloren.

In ergreifender Weise gibt Wolfgang Todtenhausen seiner tiefen Trauer in Kohlezeichnungen und Printcollagen Ausdruck. Jedes dieser Bilder kommentiert er mit aussagekräftigen Worten, welche die ohnmächtigen, verzweifelten, zum Teil aber auch hoffnungsvollen Gefühle von Väter, Mütter und Geschwister nach dem Tod eines Kindes wiedergeben.

Wie viel Schmerz und Herzblut in diese Ausstellung eingeflossen ist, kann nur jemand erahnen, der selbst ein Kind hat hergeben müssen. Im Zentrum der Ausstellung stehen vier Figuren in unterschiedlicher Größe bzw. Alter, welche die permanente Gegenwart verstorbener Kinder symbolisieren. Um diese Gruppe herum liegen so genannte "Stolpersteine" mit Zitaten, welche das Unverständnis wiedergeben, die ein Trauernder im täglichen Leben immer wieder erfahren muss.

Ich verbinde mein Lob über diese Ausstellung mit dem Wunsch, dass möglichst viele Menschen, welche um ein Kind trauern, aber auch Nichtbetroffene die Möglichkeit haben werden, dieses eindrückliche "Zeugnis des Schmerzes" zu besichtigen.

Vreni Lehner, Schweiz


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