Gründungsgeschichte der Compassionate Friends UK, niedergeschrieben von TCF Mitbegründer und betroffenem Vater Joe Lawley (frei übersetzt von
Vreni Lehner)


Am Morgen des 21. Mai 1968 bestiegen unsere Tochter Angela, vierzehnjährig und unser Sohn Kenneth, beinahe zwölfjährig, ihre Fahrräder, um wie gewohnt zur Schule zu fahren. Auf der Fahrt dorthin wurde Kenneth von einem Lieferwagen angefahren. Ein herbeigerufener Krankenwagen brachte ihn ins nahe Coventry und Warwickshire Spital, wo er bald auf die Intensivstation verlegt wurde. Wegen einer schweren Kopfverletzung war die Diagnose sehr besorgniserregend. Um Kenneths Bett standen seine herbeigerufene Familie, seine Freunde sowie ein junger Spitalpfarrer namens Simon Stephens. Dieser sagte zu uns: »... wenn ich irgendwie helfen kann?« Wir antworteten: »Könnten Sie für Kenneth beten?« Zu dieser Zeit waren wir uns bewusst, dass nur ein Wunder unseren Jungen retten konnte. Während seines Gebetes für Kenneth sagte der junge Pfarrer »... und für Billy«.
Es gibt Dinge die du nie vergisst. Wie sich später ergab, hatten diese einfachen drei Worte eine Bedeutung, die niemand hätte vorausahnen können. Wir fragten damals: »Wer ist Billy?« Billy Henderson war ein zwölfjähriger Junge, der älteste Sohn von Joan und Bill Henderson, der sich im gleichen Spital im Endstadium einer Krebsekrankung befand. Wir wussten damals nicht, dass es Kinder gab, die an Krebs starben. Krebs war für uns eine Krankheit, die nur ältere Leute betraf.
Am Abend dieses Tages legte Simon Stephens ein kleines Holzkreuz in Kenneths Hände. Zwei Tage später, am 23. Mai 1968, mussten wir Kenneth gehen lassen. Während drei Tagen wurden wir Zeugen, wie das Leben unseres geliebten Sohnes langsam erlosch. In unseren Gedanken fragten wir uns: »Wie viele weitere Eltern müssen von ihrem geliebten Kind für immer Abschied nehmen und so schrecklich leiden wie wir?«  

In unserer tiefen Trauer verfolgten wir die Krankengeschichte von Billy. Tragischerweise starb Billy nur drei Tage später am 26. Mai, nach einem mutigen Kampf gegen das verheerende Wüten des Krebses. Nach Billys Beerdigung nahmen wir Kontakt auf mit Joan und Bill Henderson. Mit ihnen war es uns möglich, über unsere geliebten verstorbenen Kinder und unseren grausamen Schmerz zu sprechen. Unsere bisherigen Freunde konnten uns nicht unterstützen, es war für sie schwierig, die Tragödie anzusprechen, uns zuzuhören.
Zwischen den Hendersons und uns entstand eine ganz spezielle Freundschaft, voll von Verständnis und Unterstützung, basierend auf dem Tod unserer zwei so sehr geliebten Jungen.


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