Kinder lernen Tod und Trauer verstehen
Projektwoche "Wie ist das mit dem Tod?"


Der Tod gehört zum Leben. Leider ist er in unserer Gesellschaft ein Tabuthema. Aus diesem Grund haben viele Erwachsene ein stark angstbesetztes Verhältnis zum Tod entwickelt.
Kinder im Alter zwischen 3 und 8 Jahren haben aus entwicklungspsychologischer Sicht ein entspanntes Verhältnis zum Tod. Diese natürliche Sicht der Dinge wird oft durch die Tabuisierung des Themas zerstört. Darum ist es sehr wichtig, dass gerade Kinder im Kindergartenalter auf sensible aber ehrliche Weise an das Thema Tod herangeführt werden und spielerisch Trauerrituale einüben.

Das ist der Hintergrund warum der Bundesverband verwaister Eltern in Deutschland zusammen mit SINNvoll Trauern eine deutschlandweite Aufklärungskampagne in Kindergärten und Schulen startet.

1.  Das Konzept

Die Projektwoche "Wie ist das mit dem Tod?" wird von Kindergärten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum beim Bundesverband verwaister Eltern gebucht, um Kinder unbelastet von einem Trauerfall an das Thema heranzuführen.

Grundlage des Konzepts ist das Kinderbuch "Tim trauert um seinen Freund".
Dieses Buch zeigt Kindern den richtigen Umgang mit der Trauer und ist sowohl zur Prävention als auch zur Akuttherapie für Betroffene geeignet.

Die Projektwoche startet mit einem Vortrag für die Eltern, in dem sie auf die Wichtigkeit des Themas hingewiesen werden und praktische Tipps erhalten, wie sie das Thema mit Kindern besprechen und Fragen von Kindern natürlich beantworten.

Die Kindergärten können sich ihre Projektwoche aus verschiedenen Modulen individuell zusammenstellen:

- Eine geschulte Schauspielerin, setzt die Timgeschichte für die Kinder mit Handpuppen um. Die Kinder werden in das Spiel mit einbezogen.

- Ein Klinikclown spielt die Timgeschichte mit den Kindern interaktiv und improvisatorisch.

- Ein Schauspieler leitet die Kinder an, die Timgeschichte als Improvisationstheater selbst zu spielen.

Die Kindergartengruppe erhält einen Aktionskoffer, mit dem Kinder im freien assoziativen Spiel Trauerfeierlichkeiten nachspielen können.

 

Jedes Kind bekommt ein Timbuch zum mit Nachhause nehmen um die Grundlage für Eltern- Kindgespräche zu legen. Für die Erziehrinnen wird das Timbuch auf überdimensionalen Zeigetafeln geliefert, damit es gut im Stuhlkreis verwendbar ist.
Darüber hinaus erhalten die Erzieherinnen Rezensionen der aktuellen Bilderbücher zu den Themen Tod und Trauer. Diese können den Eltern auf einem Büchertisch vorgestellt werden.

Mit dem Naturpulver COLORI, werden Kinder dazu angeleitet durch körpertherapeutische Techniken einen Zugang zu ihren Gefühlen zu finden. Sie lernen sich selbst intensiv zu spüren. Die Arbeit mit COLORI ist prozessorientiert und unterstützt Trauerarbeit in jeglicher Form.

Wenn der Elternbeirat des Kindergartens das will, kann die Projektwoche auf den gesamten Ort ausgedehnt werden. Am Samstag der Timwoche wird  im Ort ein Tag der offenen Tür angeboten. Alle Geschäfte und Betriebe, die sich mit den Themen Trauer und Tod befassen öffnen ihren Betrieb und stehen Rede und Antwort. Die Palette der Betriebe reicht vom Blumenhändler bis zum Bestatter.

Kindergärten, die einen akuten Trauerfall im Kindergarten haben können die Projektwoche in abgewandelter Form buchen. Wir unterscheiden zwei Fälle:
- ein Kind der Gruppe ist gestorben
- Angehörige eines Kindes der Kindergartengruppe sind gestorben

In beiden Fällen ist eine kompetente Begleitung der Kinder wichtig, damit ein guter Umgang mit dieser Krisensituation gefunden wird. Die Projektwoche wird in diesem Fall von Trauerbegleitern des Bundesverbandes der verwaisten Eltern auf die einzelne Kindergartengruppe zugeschnitten. Auf Wunsch werden Erzieherinnen oder die Trauerfamilie in Ihrer Trauer begleitet.


2. Finanzierung

Zur Finanzierung einer Trauerwoche in einem Kindergarten sind ca. 4000 Euro notwendig. Damit werden Bücher gekauft und die Referenten, Schauspieler bzw. der Clown bezahlt. Ein oder mehrere Sponsoren finanzieren eine Timwoche. Für die Finanzierung eines Tages der offenen Tür sind die beteiligten Betriebe gefragt.


3. Die Abwicklung

Die Sponsoren und die Presse werden gebeten, die Themen Tod und Trauer von Kindern aufzugreifen und publik zu machen, um Kindergärten in ganz Deutschland auf die Möglichkeit der Buchung einer Trauerwoche hinzuweisen. Interessierte Kindergärten wenden sich an den Bundesverband verwaister Eltern in Leipzig oder SINNvoll Trauern. Diese organisieren die Trauerwoche und rechnen mit den Sponsoren ab.


Nachwort und Bitte

Bitte nehmen Sie Ihre gesellschaftliche Verantwortung an und unterstützen Sie die Präventionsarbeit mit Kindern. Nur eine Gesellschaft, die den Tod als natürlichen Bestandteil des Lebens akzeptiert, ist eine Gesellschaft, die die Herausforderungen der Zukunft auf Dauer schultern kann.

Die "Projektwoche "Wie ist das mit dem Tod?"" wird unterstützt von Bernhard Jacoby - Bestsellerautor und Sterbeforscher und "Willi will`s wissen", eine Sendereihe des Bayerischen Rundfunks


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