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Schriftliches Grußwort des Bürgermeisters und Beigeordneten für Soziales, Gesundheit und Vielfalt, der Stadt Leipzig Prof. Dr. Thomas Fabian

Anlässlich des 25. Jahrestages des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. gratulierte Prof. Dr. Thomas Fabian.

Prof. Dr. Thomas Fabian, Bürgermeister und Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Vielfalt der Stadt Leipzig. Foto: Stadt Leipzig
Prof. Dr. Thomas Fabian, Bürgermeister und Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Vielfalt der Stadt Leipzig. Foto: Stadt Leipzig

Der Tod des eigenen Kindes ist eine der leidvollsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Auch r Geschwister, Großeltern, andere Angerige und Freunde bedeutet dies oft einen tiefen Einschnitt. Das gewohnte Leben wird in seinen Grundfesten erschüttert, Menschen und Familienstrukturen geraten aus dem Gleichgewicht – das gesamte Leben vendert sich schlagartig. Das Wissen, dass der Verlust des geliebten Kindes einen nun immer begleiten wird, kann einen an die Grenze des Aushaltbaren bringen.

Auch das soziale Umfeld fühlt sich oft hilflos und stößt an seine Grenzen. Manche verstummen und ziehen sich zurück. Manche erwarten, dass es schneller gelingen sollte, wieder zu einem halbwegs „normalenLeben zurückzukehren. Sie verstehen nicht, dass Trauer antriebslos und kraftlos machen kann, auf lange Zeit.

Dabei kann es Trauernden sehr helfen, zu erfahren, dass sie mit ihrer Trauer, Ohnmacht, Wut und Verzweiflung angenommen werden. Und genau das bietet der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland seit nunmehr 25 Jahren. Er leistet mit seinen Angeboten für betroffene Familien wichtige Arbeit. Deutschlandweit gibt es derzeit etwa 500 Selbsthilfegruppen und Gesprächskreise. 100.000 Begleitungen bzw. Kontakte mit Hilfesuchenden hat der Verband im vergangenen Jahr betreut. Zur Überbrückung der Corona-bedingten Einschnkungen wurden Online-Angebote aufgebaut, die große Resonanz finden und auch Menschen erreichen, die weit entfernt von einer Beratungsstelle leben.

Mit seiner Gescftsstelle in Leipzig hat sich der Bundesverband zum Interessenvertreter verwaister Eltern entwickelt. Er setzt sich dafür ein, dass ihre Trauer im gesellschaftlichen Bereich anerkannt wird, dass das soziale Umfeld sensibilisiert wird. Gut, dass es den VEID und das unermüdliche Engagement seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter gibt, von denen der überwiegende Teil ehrenamtlich arbeitet.

Meinen herzlichen Glückwunsch zum 25-hrigen Bestehen Ihres Bundesverbandes! Ich wünsche allen, die sich im VEID engagieren, viel Kraft für die nächsten Jahre.

Ihr

Prof. Dr. Thomas Fabian

Bürgermeister und
Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Vielfalt