Stolpersteine

Mögliche Stolpersteine in der Gruppenarbeit

Treffen Menschen mit unterschiedlichen Ansichten, Erwartungen, Entwicklungen und Wertvorstellungen, Zielen und Interessen aufeinander, so sind Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse nicht zu vermeiden. Laut Lexikon ist ein Konflikt das „Zusammentreffen unterschiedlicher Meinungen, Interessen, Bedürfnisse. In diesem Sinne gehören Konflikte zum festen Bestandteil des täglichen Lebens. Wenn wir dies anerkennen und akzeptieren, haben wir schon etwas sehr Wichtiges geschafft. Denn nicht ein Konflikt ist das Problem, sondern problematisch ist oft die Art und Weise des Umgangs mit Konflikten.

Auch in Selbsthilfegruppen treffen Menschen aufeinander, die zwar ein ähnliches Problem oder Anliegen haben, dennoch sind sie in ihrem Gewordensein, in ihrer Lebenssituation und mit ihren Vorlieben und Abneigungen sehr verschieden. Auch in Selbsthilfegruppen gibt es zwangsläufig Konflikte und Unstimmigkeiten, Missverständnisse, Sympathien und Abneigungen - kurz: es „menschelt“ auch in Selbsthilfegruppen!

Viele Menschen haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Harmonie und eine enorme Fähigkeit der Konfliktvermeidung erlernt. Auch in Selbsthilfegruppen ist die Tendenz zur Vermeidung und Verleugnung von Konflikten zu beobachten. Gleichwohl liegt gerade hier eine große Entwicklungschance für Gruppen. Konflikte sind eben auch Herausforderungen und wir können gerade in Gruppen lernen und üben, Konflikte zu erkennen und anzugehen. Voraussetzung ist allerdings, dass eine Bereitschaft und Motivation vorhanden ist, gerade dieses zu lernen.

Im Folgenden werden ausgewählte, typische Vorkommnisse geschildert die in Gruppen oft zu Konflikten führen können. Hier werden Anregungen gegeben, mit diesen Problemen umzugehen, mit dem Ziel, frühzeitig Konfliktherde zu erkennen oder eine schrittweise Ausweitung zu verhindern. Wenn die Tipps für Sie ansprechend sind, probieren Sie vielleicht das eine oder andere einmal aus.

Cliquenbildung und private Kontakte zwischen einzelnen Gruppenmitgliedern

Wenn sich einzelne Gruppenmitglieder regelmäßig außerhalb der Sitzungen in ihrer Freizeit treffen, entsteht ein besonderes Beziehungsgebilde und ein Ungleichgewicht innerhalb der übrigen Gruppe. Das kann zu Verunsicherungen innerhalb der Gruppe führen, wenn dies verschwiegen wird.

Die Beteiligten sollten offen damit umgehen, wenn sie sich im privaten Rahmen treffen. Hilfreich ist es, wenn sie von den Unternehmungen oder gemeinsamen Interessen ab und zu etwas in der Gruppe erzählen.

Regen Sie das offene Gespräch in der Selbsthilfegruppe an, wenn Sie den Eindruck von Unsicherheiten bei anderen Mitgliedern haben oder bei sich selbst solche Gefühle und Vermutungen feststellen. Es wirkt sich positiv aus, wenn auch die Phantasien darüber angesprochen werden, was in den privaten Kontakten möglicherweise über Gruppenmitglieder gesprochen werden könnte.

Die Beteiligten sollten sich offen dazu äußern, wie sie mit Informationen und Geschehnissen aus den Gruppengesprächen im privaten Rahmen umgehen. Es bietet sich an, Lösungen für den Umgang damit gemeinsam in der Gruppe zu suchen und zu vereinbaren.

Schließlich kann wohl jeder nachvollziehen, dass es auch oder gerade unter Mitgliedern in Selbsthilfegruppen zu Freundschaften und vertrauten Beziehungen kommen kann. Das sind ganz natürlich Prozesse; je natürlicher wir damit umgehen und je selbstverständlicher über die Vor- und Nachteile gesprochen werden kann, desto weniger besteht die Gefahr, dass diese Beziehungen für die Arbeit in der Selbsthilfegruppe hinderlich werden könnten. Transparenz und die Glaubwürdigkeit bleiben erhalten.

Die Arbeit machen „immer dieselben“

Wenn es „immer dieselben“ sind, von denen erwartet wird, dass sie gemeinsam geplante Unternehmungen organisieren, Arbeitsmaterial besorgen und für einen gemütlichen Gruppenraum sorgen, dann kann dies - über einen längeren Zeitraum gesehen - ebenfalls zu Unmut und Konflikten führen. Einigen Mitgliedern wird stillschweigend der größte Teil der Arbeit zugemutet, während andere völlig passiv bleiben oder „in einer Konsumhaltung“ verharren. Diese verhindert die Entwicklung zur aktiven Mitarbeit und Selbständigkeit aller Mitglieder und der Gruppe als sozialem Ganzen.

Erfahrene und engagierte Gruppenmitglieder beklagen oft, dass neue Gruppenmitglieder so wenig bereit seien, ehrenamtlich und freiwillig tätig zu werden.

Umfragen haben ergeben, dass Menschen sich eher zu freiwilliger Arbeit bereit erklären,

  • wenn sie direkt - also persönlich angesprochen werden,
  • wenn es für die Einzelnen keine Überforderung ist - hier zählt die ganz persönliche Einschätzung,
  • wenn es zeitlich überschaubare bzw. begrenzte Tätigkeiten sind,
  • wenn es Bestätigung und Rückmeldung für die Arbeiten gibt,
  • wenn sie sich in einem Netzwerk von Gleichgesinnten befinden und nicht allein vor den Aufgaben stehen,
  • wenn sie Spaß an der Tätigkeit haben können und
  • es als eine Gelegenheit sehen, eigene weitere Kompetenzen und Fertigkeiten zu entwickeln.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch die Art der Ansprache und der Umfang der zu erledigenden Aufgaben in Selbsthilfegruppen durchaus kritisch betrachtet werden sollten. Gleichzeitig bekommen wir Hinweise dafür, wie einzelne Gruppenmitglieder eher ermutigt werden könnten.

Auf keinen Fall sollten die bereits aktiven Mitglieder sich sofort bei diesen Anfragen melden. Sie müssen vielleicht lernen, einmal abzuwarten, anderen Zeit zum Überdenken zu lassen und auch hinnehmen, dass Aufgaben vielleicht anders erledigt werden, als sie es sich wünschen. Wenn manche Tätigkeiten von niemandem übernommen werden wollen, sollte auch in Erwägung gezogen werden, dass eine geplante Aktivität ausfällt. Wenn immer dieselben alles machen, sind immer zwei Seiten beteiligt: diejenigen, die es tun und diejenigen, die es lassen!

Hilfreich kann es beispielsweise sein, eine Liste zu erstellen, in der die zu erledigenden Aufgaben aufgelistet sind. Dann werden die Tätigkeiten einzeln und namentlich vergeben. Meldet sich für eine Aufgabe niemand von sich aus, sprechen Sie ein Gruppenmitglied - oder mehrere - direkt an, denen Sie diese Arbeit gerne übertragen würden. Fragen Sie, ob die betreffende Person es eine Zeit lang übernehmen will. Nach einem vereinbarten Zeitraum werden erneut die Aufgaben verteilt, bei einigen Aufträgen wie z. B. Schlüssel für den Raum besorgen, Abhol- oder Aufräumdienste, bietet sich vielleicht ein regelmäßiger Wechsel an.

Verletzung der Schweigepflicht

Aus gutem Grund ist die Schweigepflicht für die meisten professionellen Helferinnen gesetzlich geregelt. Für Selbsthilfegruppenmitglieder gilt dies nicht. Sie müssen selber entsprechende Vereinbarungen miteinander treffen.

Die meisten Gesprächsgruppen haben die Regel der Verschwiegenheit oder Schweigepflicht vereinbart. Diese lautet z. B.: „Alles, was du hier und heute in diesem Raum an persönlichen Dingen gehört hast, bleibt hier im Raum“. Erfahrene Gruppenmitglieder neigen dazu, diese Regel als selbstverständlich zu nehmen. Neuen wird sie dann nur noch mitgeteilt; der Sinn und die Zielsetzung, die eine Selbsthilfegruppe mit dieser Regel verfolgt, wird oft nicht mehr näher erläutert, sondern als bekannt vorausgesetzt.

Zudem schleicht sich im Laufe der Zeit die Gewohnheit ein, dass Gruppenmitgliedern, die beim letzten Treffen verhindert waren, durchaus erzählt wird, was bei diesem Treffen von wem in der Gruppe vorgebracht wurde. Diejenigen, die in solch einer Situation bereitwillig vom letzten Treffen erzählen, würden meist nicht das Gefühl haben, dass sie die Schweigepflicht verletzt hätten.

Jeder findet es ‚normal‘, die Abwesenden auf den ‚neuesten Stand‘ zu bringen.

Stellt sich dann heraus, dass ein Mitglied der Selbsthilfegruppe etwas ‚nach außen‘ getragen hat z. B. indem beim Bäcker erzählt wurde, dass Herr X oder Frau Y auch in dieser Gruppe ist und an einer bestimmten Krankheit leidet, sind die Gruppenmitglieder meist empört oder erschrocken, gleichzeitig herrscht Ratlosigkeit, wie damit umgegangen werden soll.

Sprechen Sie es in der Gruppe an, wenn Sie davon erfahren, dass Dinge nach außen getragen wurden. Überlegen Sie sich vorher, wie Sie es sagen wollen und was ihre persönliche Meinung dazu ist:

  • Welches Ziel verfolgen Sie dabei, das Thema in der Gruppe anzusprechen?
  • Wollen Sie eine Lösung für die zukünftige Umgehensweise mit der Regel der  Verschwiegenheit?
  • Wollen Sie einen Schuldigen finden und ‚Anklage‘ erheben? Haben Sie sich auch schon mal dabei ertappt, einer Freundin oder einer Vertrauten aus der Gruppe zu erzählen?
  • Ist es Ihnen wirklich noch nie passiert, dass Sie außerhalb der Gruppenstunde mit jemandem über ein anderes Mitglied gesprochen haben?
  • Können Sie nachvollziehen, wie es dazu kommen kann - ohne böse Absicht?
  • Was wollen Sie vorschlagen für die zukünftige Vorgehensweise mit dieser Regel der Verschwiegenheit?

Schlagen Sie einmal vor, dass alle Gruppenmitglieder sich in den nächsten vier Wochen selbst beobachten und auf andere achten, wie und wo ganz selbstverständlich über nicht anwesende Personen aus der Gruppe gesprochen wird. Vereinbaren Sie dann ein späteres Treffen der Gruppe, um dieses Thema „Schweigepflicht und Umgang damit“ offen und ausführlich in all seinen Auswirkungen zu besprechen. Vereinbaren Sie am Ende der Aussprache gemeinsam eine Regelung für die Zukunft. Verabreden Sie einen Zeitraum, in dem diese (neue) Absprache gilt.  Nach etwa einem Quartal wird das Thema erneut in der Gruppe behandelt.

Es findet ein Austausch statt wie z. B.

  • Welche Erfahrungen habe ich gesammelt?
  • Wie ist es mir dabei ergangen, mich selbst in meiner Redensart zu beobachten?
  • Was habe ich bei anderen festgestellt?
  • Was hat sich im Umgang untereinander verändert und in welcher Beziehung - ist die Zusammenarbeit und das Vertrauen in der Gruppe nun besser oder schlechter?
  • Wollen Sie die Regel beibehalten oder verändern, da wo sie noch nicht praktikabel war?
  • Wann werden Sie wieder ein Gruppengespräch zu diesem Thema vereinbaren und wer achtet darauf, dass dieses Vorhaben auch umgesetzt wird?

Wenn Ihnen daran gelegen ist, dass wirklich Offenheit und Vertrauen in der Selbsthilfegruppe entstehen kann (oder wieder hergestellt wird), ist es notwendig, dass Sie sich mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzen. Dies ist zwar ein mühsamer, gleichwohl lohnender Prozess für alle Beteiligten!

Häufiger Wechsel innerhalb der Gruppe

Wenn die Gruppe nicht festgelegt hat in welchem zeitlichen Rhythmus neue Mitglieder hinzukommen dürfen, kann es passieren, dass zu jeder zweiten oder dritten Sitzung Neue kommen, die interessiert sind. Manchmal ziehen sie sich gleich nach dem ersten Kontakt wieder zurück, und es entsteht ein häufiger Wechsel innerhalb der Gruppe. Die alte Kerngruppe sieht sich gezwungen, den jeweils Neuen Gelegenheit zu geben, sich zu informieren und sich auszusprechen. Dadurch kommen sie aber nicht dazu, ihre eigenen aktuellen Themen zu behandeln. Die Folge davon ist dass sich die „Kerngruppe“ selbst nicht gegenseitig unterstützen kann, eine weitere Gruppenentwicklung wird behindert, die Mitglieder werden unzufrieden und die Gruppe kann davon bedroht sein, auseinander zu fallen.

Diese Situation tritt häufig dann ein, wenn die Gruppenmitglieder sich zwar schon etwas kennen gelernt haben, aber sich noch nicht recht entschließen konnten, ernsthaft zu beginnen. Neu hinzukommende Interessierte spüren diese Unsicherheit und ziehen sich zurück.

Sprechen Sie das Unbehagen in der Gruppe an, wenn Sie bemerken, dass Sie selbst sich durch so häufigen Wechsel und Neuzugänge gestört fühlen. Überlegen Sie dann gemeinsam, wie diese Unzufriedenheit behoben werden kann. Sie können sicher sein, dass es anderen ähnlich geht. Einige werden wahrscheinlich dankbar dafür sein, dass Sie Ihr Unbehagen offen ansprechen.

Beschließt die Kerngruppe, eine Zeit lang (z. B. drei Monate) keine neuen Mitglieder aufzunehmen, kann sich die Gruppe stabilisieren. Die gleichzeitig störenden und anregenden Aspekte, die vorher durch die ständig wechselnden Personen in die Gruppe getragen wurden, entfallen und der Arbeitsprozess der Gruppe wird vorangebracht. Gegenseitiges Vertrauen und Verbindlichkeit innerhalb der Gruppe können wachsen - die Hilfe zur Selbsthilfe wird (wieder) aktiviert.

Verabreden Sie auch, wann Sie sich erneut über die Atmosphäre in der Gruppe austauschen wollen, um wiederum gemeinsam den Zeitpunkt zu bestimmen, wann die Gruppe wieder offen ist für neue Mitglieder und neue Aktivitäten.

Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich vorstellen, dass ein Gruppenleben ein wenig mit den vier Jahreszeiten vergleichbar ist. Auch die Natur braucht den Herbst und den Winter als Ruhezeit, um im Frühling wieder zu wachsen und im Sommer in voller Blüte aufzugehen.

Konflikte in der Gruppe

Jede Gruppe erlebt in den beschriebenen Entwicklungsphasen kleinere und manchmal größere Konflikte. Ein wichtiger Schrill in der förderlichen Entwicklung einer Gruppe ist es, wenn es den Gruppenmitgliedern gelingt, sich mit den alltäglichen und weniger alltäglichen Konflikten offen auseinander zu setzen und bei Bedarf auch Entscheidungen herbeizuführen. Davon profitiert jedes einzelne Gruppenmitglied für seine individuelle Entwicklung - eben auch außerhalb des Gruppenlebens.

Wichtig für die Qualität der Arbeit ist der Weg der Konfliktlösung, also wie gemeinsame Lösungen gefunden und Entscheidungen getroffen werden. Der Prozess der Klärung und Lösungssuche ist das Entscheidende. Krisenhafte oder konfliktgeladene Situationen beinhalten immer auch die Chance, sich neu zu orientieren, sie sind Gelegenheiten für persönliches Wachstum. Absprachen und Regeln, die vorher von den Mitgliedern vereinbart wurden und auch tatsächlich getragen werden, bieten in Krisensituationen Halt und Orientierung.

Das Verständnis von den Gruppenprozessen erlaubt den Mitgliedern, Konflikte und Krisen als etwas Vorübergehendes und als etwas Normales zu betrachten. Sie sehen die Möglichkeit der Veränderung und Entwicklung. So können z. B. Entscheidungen, die sich als Blockade oder nicht praktikabel erweisen, überprüft und verändert werden, damit eine mögliche Starre aufgelöst und die Gruppenarbeit wieder lebendig werden kann. In einer Gruppe wird es immer wieder nötig sein, einmal getroffene Entscheidungen den gegebenen Bedingungen anzupassen. Es gibt keine Entscheidungen, die für immer gültig sind.

Der Begriff „Konflikt“ wird häufig einseitig als etwas Unangenehmes, Feindseliges, Spannungsreiches betrachtet. Ein Konflikt kann jedoch trennende Aspekte einer Beziehung aufzeigen und beseitigen und somit wieder Übereinstimmung herstellen. Ein bewältigter Konflikt löst bestehende Spannungen und hat somit eine stabilisierende Rolle.

Konflikte treten also in Gruppen immer wieder auf. Wie damit umgegangen wird, hängt u. a. davon ab, wie gut sich die sozialen Fähigkeiten der Gruppenmitglieder bisher entwickelt haben und ob der Konflikt schon lange schwelt und bisher verleugnet wurde oder ob es eine aktuelle Situation ist, die sich noch nicht ‚hochgeschaukelt‘ hat Die Konfliktbewältigung ist eine wesentliche Aufgabe der Selbsthilfegruppe.

Welche Funktion können Konflikte haben?

Negative Funktionen 

Konflikte können:

  • Ursachen zudecken
  • zur Niedergeschlagenheit führen
  • Kommunikation erschweren
  • zum Abschwung führen
  • Motivationsverlust auslösen
  • zur Ahnungs- und Orientierungslosigkeit führen
  • Lernprozesse blockieren
  • Gruppen auflösen
  • zu Verletzungen führen
  • angebrachte Lösungen verhindern

Positive Funktionen

Konflikte können:

  • Hinweis auf Probleme sein
  • Neuerungen herbeiführen
  • Stillstand verhindern
  • Interesse anregen
  • Veränderungen auslösen
  • ldeenreichtum entfachen
  • Gruppen festigen
  • zu Selbsterkenntnis führen
  • nach Lösungen verlangen

Konfliktgespräche in der Gruppe führen

Ein Konfliktgespräch bildet immer eine Situation, die uns fordert, in der wir uns rasch angegriffen fühlen und oft meinen wir, uns verteidigen zu müssen - das kann sich besonders auch in Gruppensituationen ergeben. Jemand hat vielleicht das Gefühl, dass nun ‚alle über ihn herfallen‘. Gerade in solchen Momenten ist es wichtig, den anderen erst einmal zuzuhören, sie aussprechen zu lassen, ihren Selbstwert zu achten. Dies gilt auch, wenn sie beispielsweise an uns selbst Kritik üben. Nur so können wir ja ihre Meinung, ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse und Zweifel erfahren. Konfliktgespräche in einer Gruppe sind ein gutes Beispiel dafür, dass eine Gesprächsmoderation von großem Nutzen ist. Die Moderatorin eines Konfliktgespräches sollte möglichst unbeteiligt an dem Konfliktthema selbst sein. Somit kann sie die unterstützende Rolle für die beteiligten Parteien besser wahrnehmen.

Gruppenarbeit ohne Konflikte gibt es nicht! Konflikte sind eine wesentliche Bereicherung für den Gruppenprozess, wenn die Gruppe lernt, nützlich damit umzugehen.

Auszug aus "Gruppen im Gespräch - Gespräche in Gruppen". Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.


Suchen

Lokale Gruppen

Gruppen in Ihrer Nähe finden Sie in unserer Gruppenliste

Interaktiv

Wir freuen uns immer über Vorschläge, wie wir unser Angebot ausbauen können. Schreiben Sie uns!

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit und damit Familien in der schwierigsten Zeit Ihres Lebens.

Jetzt online spenden


Oder spenden Sie direkt:

Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE26 370205000008321100
BIC:  BFSWDE33

Herzlichen Dank für Ihre Spende!

© 2018 - VEID - ® "Verwaiste Eltern" ist seit 1997 eingetragenes und geschütztes Markenzeichen des Veid. Die Verwendung Bedarf der Zustimmung.