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Der Advent - eine Zeit der freudigen Vorbereitungen auf das Fest der Liebe, der Geburt Christi. Das Haus wird dekoriert, Plätzchen werden gebacken, Geheimnisse bewahrt, gebastelt, Bratäpfel, Zimtgeruch - Kinderlachen. Über Wochen schallt uns aus Kaufhäusern stimmungsvolle Musik entgegen: Ihr Kinderlein kommet ... Wie begehen Sie diese Zeit?

Für viele klingt diese Weihnachtsbotschaft vertraut und wohlig, sie gibt dem Heiligen Abend das gewisse Etwas, den Zauber, den man an diesem Abend einfach braucht. Die frohe Botschaft vom Kind klingt süß und anrührend, bringt Zartheit und viel Emotion mit sich – aber wie mag diese Botschaft klingen, wenn sie an das Ohr eines Menschen gelangt, der an einen Neuanfang im Kind nicht glauben kann, weil er das Gegenteil erlebt hat, weil ihm durch den Tod seines Kindes alles in der Nacht zu versinken droht, weil die Freude machtlos ist gegen das Leid und den Schmerz der Trennung in seiner Seele? Diese Botschaft, die die einen strahlend feiern wird den anderen zur Frage: „Woher nehme ich die Kraft, noch auszuhalten? Woraus soll ich leben, wenn der Tod meines Kindes mir jede Hoffnung auf eine Zukunft aus dem Herzen gerissen hat?“

Für Trauernde kann die fröhliche Grundstimmung der Advents- und Weihnachtszeit unerträglich sein. Ein Gedenktag versucht Hinterbliebenen Halt zu geben. Weltgedenktag – Worldwide Candle Lighting Day -,  entstanden ist die Idee in den USA bei der Gruppe der "The Compassionate Friends". Seit einigen Jahren wird auch bei uns der Weltgedenktag, der "Worldwide Candle Lighting Day" am zweiten Sonntag im Dezember in vielen Gedenkandachten und Gottesdiensten begangen. Der Grundgedanke dabei ist, dass Betroffenen im Gedenken an ihre verstorbenen Kinder um 19 Uhr Kerzen ins Fenster stellen, so dass Lichterband der Erinnerung rund um die Welt entstehen kann.

Siehe auch Weltgedenktag.