Mobbing und Suizid

 

Das Thema Mobbing als Ursache menschlicher Katastrophen zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und wird abschließend auch in einem eigenen Kapitel behandelt. Ich verstehe das Buch jedoch nicht als ausschliesslich Literatur zum Thema "Mobbing und Suizid", sondern hauptsächlich als bewegende und engagierte Erzählung von Frau Teltenkötter.

Hervorzuheben jedoch ist in diesem Zusammenhang der dokumentierte Mut von Frau Teltenkötter, gesellschaftliche Tabuthemen wie Mobbing in der Universität direkt anzusprechen und der Versuch, unsere Gesellschaft für Randthemen, über die man nur allzu gerne schweigt, zu sensibilisieren.

Betroffenen Eltern und Interessenten bietet die Mischung aus persönlichen Erfahrungen einer Mutter und wissenschaftlichen Erklärungsansätzen Impulse für die eigene Trauerbewältigung.

Wer 2002 in Bad Berneck auf der AGUS-Jahrestagung war, kennt das Ehepaar Teltenkötter. Das engagierte Eintreten auf der Jahrestagung zudem Thema "Mobbing am Arbeitsplatz und Suizid" nahm ich zum Anlass, das Buch von Gisela Teltenkötter, in dem sie sich zu diesem Thema äußert, zu lesen.

Familie Teltenkötter hat eine Tochter bzw. eine Schwester durch Suizid verloren. Gisela Teltenkötter versucht anhand von Briefen an ihre verstorbene Tochter Annette den unangekündigten Suizid zu hinterfragen und zu verstehen.

Es ist ein sehr persönliches Buch geworden und Frau Teltenkötter lässt uns LeseInnen teilhaben am Trauerprozess der Familie und des engsten Umfeldes. Aufgrund der Lebensgeschichte von Annette entwickelt man hohe Empathie für die Angehörigen und nimmt teil an der Suche nach dem "Warum". Hilfreich ist hier das Kapitel "Wissenschaftliche Überlegungen zu deinem Tod", welches rationale Erklärungsmodelle liefert.

Irene Langer, AGUS-Vorstand

 

Infarkt der Seele/Briefe an meine verstorbene Tochter

von Gisela Teltenkötter, ISBN 3-8311-2044-7,

Preis 24,50 Euro

BoD GmbH, Norderstedt

 


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