Still geboren im November: Nico, mein Sternenkind 

In diesem mutigen Buch verarbeitet Arite Schäfer ihr Schicksal und das ihres kleinen Sohnes in Gedichten. Im November 2001 wurde ihr zu einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch geraten: Trisomie 21. In ihrer damaligen außerordentlich belasteten Familiensituation hatte sic nicht die Kraft für den kleinen Nico. In der 22. Woche wurde sein Leben beendet.

Im Nachwort findet Ute Kludig-Hempel deutliche Worte: "Situationen gibt es, wo jede Lösung keine Lösung ist. Arite Schäfer wollte mit ihren Texten keine Antwort auf die Frage nach dem Leben vor dem Leben geben. Doch sie hat für sich diese Antwort gefunden. Mit ihrem Mut zur Wahrheit hat sie einen zutiefst menschlichen Umgang mit dem Leben an sich gefunden. Eine Menschlichkeit, die wohl Experten und Politiker, im Herzen vom Leben so weit entfernt wie der Mond, noch lange, lange vergeblich suchen werden."

Wer darf sich anmaßen, über Frauen in so einer bedrängenden Situation zu entscheiden? Man handelt immer so, wie man gerade zu handeln in der Lage ist. Selbstvorwürfe haben genausowenig Sinn wie Verurteilungen. Auch Frauen nach Abtreibung haben das Recht zu trauern und über ihre Trauer zu sprechen. "Gefühle muss man zulassen, sonst erdrücken sie dich", sagt die Mutter des kleinen Nico. Ihre Zeilen sprechen von sehr viel Liebe und können Frauen mit ähnlichem Schicksal ermutigen, sich aus der Tabuzone herauszutrauen.  

Arite Schäfer hatte damals vier Töchter, im März 2005 kam die fünfte Tochter zur Welt. Die Autorin gründete im Jahr 2003 die Selbsthilfegruppe "Trauernde Eltern" in Bautzen. Unterstützung bekam und bekommt sie vom Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

Beate Bahnert, Januar 2010 

Arite Schäfer: Still geboren im November. Nico, mein Sternenkind!

Ich bin unendlich traurig.

Radeberg: DeBehr-Verlag, 2008.

ISBN-13: 978-3-981-27510-0

ISBN-10: 3-981-27510-1

 

 

 


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