Ein Begleiter für trauernde Eltern und Geschwister

"Weiter weinen als allein..."

Wenn einer Familie das Liebste genommen wird

Der Tod eines geliebten Menschen ist für die Hinterbliebenen ebenso unverständlich wie ungerecht. Warum musste es gerade unsere Familie treffen? Warum gerade jetzt? Wenn Kinder sterben, schlägt das Schicksal noch erbarmungsloser zu. Dass Kinder irgendwann ihre Eltern verlieren, ist der Lauf der Zeit. Aber umgekehrt? Wie kann man Betroffene in dieser schwierigen Situation trösten? Wie kann man Familien helfen, diesen ungeheuerlichen Verlust einigermaßen zu verkraften? Mechthild Ritter, die als Seelsorgerin in einer onkologischen Kinderstation arbeitet, sah schon viele Kinder sterben und hatte unmittelbaren Anteil daran, wie "verwaiste" Eltern mit diesem Schicksal umgehen. Auf eben diesen Begegnungen und den Erfahrungen, die sie im Rahmen von Elterninitiativen und Selbsthilfegruppen machte, basiert ihr Sachbuch "Wenn ein Wind stirbt, das trauernden Eltern -und Geschwistern konkrete Hilfe bietet. Die Autorin lässt Betroffene zu Wort kommen, deren Aussagen verdeutlichen, dass es kein Allheilmittel gegen den Schmerz gibt. Der Tod kann nur dann bewältigt werden, wenn Trauer und Schmerz, Tod und Leben genügend Aufmerksamkeit erhalten. Eine Grundvoraussetzung für einen heilsamen Weg ist, dass man seine Gefühle und Gedanken zulässt. Dafür brauchen Trauernde Geduld und Mut.

Mechthild Ritters einfühlsamer Trauerbegleiter wendet sich nicht nur an Eltern, sondern ausdrücklich an die ganze Familie. Gerade für die Geschwister ergeben sich durch den Tod von Bruder oder Schwester oftmals spezifische Probleme, auf die die Autorin konkret eingeht. Sie beschreibt die Phasen der Trauer, macht deutlich, dass Schmerz, Leid und Wut untrennbar mit dem Trauerprozess verbunden sind, und bietet für die unterschiedlichen Phasen Orientierung, damit Trauerarbeit geleistet werden kann. Ritter nutzt Bilder und Imaginationen, mit deren Hilfe sich Gefühle wie Schmerz, Wut, Angst oder Hoffnungslosigkeit zum Ausdruck bringen lassen. Erst wenn das gelingt, kann man allmählich lernen, mit dem Verlust umzugehen.

Autoreninformation: Mechthild Ritter, geb. 1958, Diplompädagogin und Transaktionsanalytikerin, arbeitet seit 1989 als Seelsorgerin auf der Kinderkrebsstation der Universitätskinderklinik Würzburg. Die Deutsche Leukämie-Forschungshilfe zeichnete sie im November 2000 für ihre beispielhafte und innovative psychosoziale Versorgung krebskranker Kinder und ihrer Familien im Rahmen des Projekts "Trauerseminare für Verwaiste Eltern" aus.

Mechthild Ritter

Wenn ein Kind stirbt

Kreuz Verlag 2003 (Auslieferung im August)

160 Seiten, Paperback

Euro 14,90 (D), sFr 26,90, Euro15,40 (A)

ISBN 3-7831-231-X

 


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