Unfreiwilliger Abschied

Ausgelöst durch einen Anruf, durch wenige, kurze Worte

bricht eine Welt zusammen, ist nichts mehr, wie es war,

wird es niemals wieder sein, wie es war...

Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit spiegeln sich im Wechselbad der Gefühle

und versetzen in einen Zustand aus Tränen und Schreien des

Nicht-Wahrhaben-Wollens!

 

Elemente tiefster Trauer und Fassungslosigkeit vermischen sich mit Ohnmacht.

Die Einflüsse der unmittelbaren Umgebung versinken

in der Bedeutungslosigkeit des Nichts.

 

Schock und völlige Traumatisierung bestimmen das Handeln

 und weit entfernt vom menschlichen Sein

funktioniert der Körper nur noch - nicht wissend wie -

umgeben von Wänden in einem schier endlosen, dunklen Tunnel ohne Licht

und ohne einen Weg hinaus...

 

Gefühle von Schuld und der Verlust jeglichen Selbstvertrauens sind allgegenwärtig.

Festplatte neu formatiert - alles weg!

Alle Träume ausgeträumt - jäh geweckt durch einen lauten Knall!

 

Angelangt am Ende der Kräfte - zu Beginn der schwersten Zeit des eigenen Lebens

am Ende der schwersten Zeit des Lebens des eigenen Sohnes

kreisen sämtliche Gedanken nur um das Geschehene. 

Antriebslos wie ein Segelschiff bei Flaute fällt es schwer, weiterzuleben...

 

Bohrende, erschütternde Fragen nach dem Warum und danach,

ob und wie alles hätte verhindert werden können,

zerstören auch die letzten Gerüste vernünftigen Überlegens...

 

If I could turn back time... keine Zeitmaschine da...

 

Die vermeintliche Sinnlosigkeit der Tat weicht - sehr langsam - der Einsicht,

diese als so gewollte Entscheidung zu akzeptieren.

 

Eingeholt von der Realität verbleiben einzig die Erinnerungen an einen

wundervollen, liebevollen Menschen und an glückliche, gemeinsame Momente

verbunden mit der Dankbarkeit,

ihn bis zuletzt auf seinem Wege begleitet haben zu dürfen.

 

Die Wege trennten sich abrupt -

Die Zeit heilt alle Wunden -

Die Narben bleiben für immer...

 

Jürgen Jakob, im Sommer a. d. 2000

 


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