Veränderungen begleiten uns

Erschrecken und Hoffnung.

 

Vorwort:

Liebe Mütter, liebe Väter, liebe Geschwister,

liebe Freunde und Verwandte,

 

das Thema dieses Rundbriefes heißt "Ver-änderung". Ja, wer von uns weiß es nicht, dass sich unser Leben von einem Tag auf den anderen grundlegend geändert hat?

Eine Freundin hat damals, nach dem Tod unseres Sohnes, zu mir gesagt: "Wir leben, als hätte uns irgend jemand ein heiles Leben versprochen - bis zu DIESEM Tag!" Zu diesem "heilen" Leben gehörte unser geregelter Alltag, unser normales Familienleben, unser Beruf, unser Ehrenamt, unser Freundeskreis, unsere Hobbys und anderes mehr. Dazu gehörten unsere Lebenseinstellung, unsere Krisen, unsere Lebensschwerpunkte, vielleicht auch unser alltägliches Chaos, unsere Pläne, die Rollen innerhalb der Familie, unser Glaube, unser Lachen und all das, was unser Leben lebenswert, schwer, leicht, langweilig, spannend und bunt machte.

Und dann kam dieser Tag, der alles auf den Kopf stellte - dieser Tag, an dem alles zusammenbrach - dieser Tag, an dem kein Stein auf dem anderen blieb - dieser Tag, der unser bisheriges Leben ver-rückte! Von diesem Tag an war unser Leben dunkel und voll Tränen. Wie konnten wir weiterleben, wie überleben? Könnten wir jemals unser bisheriges Leben wiederfinden, uns wieder an etwas freuen? Wird es möglich sein, unser Leben jemals wieder in ein Gleichgewicht zu bringen?

Doch nicht nur unser bisheriges Leben veränderte sich, auch unsere Wege in der Trauer und durch die Trauer, verändern sich, verändern uns. Und gleichzeitig nehmen wir wahr, dass unser soziales Umfeld, unser Freundeskreis, unser Familienleben und unsere Partnerschaft sich ändern. Unsere Lebenseinstellung ändert sich, unser Leben erhält andere

Schwerpunkte, unsere Freunde verstehen uns vielleicht nicht mehr, das Familiengefüge ist instabil geworden - in uns selbst hat sich alles geändert und um uns herum blieb auch nichts beim alten. Wie können wir diese Veränderungen überhaupt aushalten und verstehen?

Dieser Rundbrief erzählt uns von den unterschiedlichsten Veränderungen, die der Tod unseres Kindes, unseres Geschwisters, verursachte. Vielleicht helfen uns diese Texte, manche dieser Veränderungen neu und anders zu verstehen. Vielleicht können diese Texte auch unseren Freunden und Freundinnen helfen, das zu verstehen, was mit uns und in uns passiert.

 

Der Weg in Verwandlung

sich selber wandelnd

Verwandlung überall.

Der Weg in Trauer,

Hoffnung und Liebe

Magie der Lebensspirale

 

Dass Sie diese Magie der Lebensspirale spüren, dass Sie dieser Magie vertrauen können, das wünschen wir Ihnen allen!

Liebe Grüsse

Gisela Sommer

Betrachtungen zum Titelbild

Erschrecken und Hoffnung

Dunkelheit-

Wo ist Licht?

Alleine suche ich das Licht.

Wie eine Schnecke beim Suchen

stoße ich auf verschiedene Hindernisse:

Kränkungen, Unbedachtsamkeiten,

Beleidigungen, keine Zeit ...

Wo ist Licht?

Überall stoße ich an.

Vielleicht bleibe ich doch sitzen -

im Dunkeln -

Es merkt niemand.

Dann versuche ich wieder, einen Schritt zu gehen.

Habe ich eine Hoffnung auf Licht?

Langsam, sehr langsam

taste ich mich vorwärts.

Wie eine Schnecke.

Ich möchte schneller gehen,

möchte meine Last abwerfen.

Aber ich kann nicht schneller gehen.

Ich ziehe mich wieder zurück

in mein Schneckenhaus.

Niemand klopft an,

niemand ruft mich an.

Wo ist Licht?

Mühsam versuche ich, immer wieder aufzustehen.

Meine Last ist schwer.

Und doch - lasst mir meine Last!

Sie wird mich immer begleiten.

Meine Hoffnung ist,

dass sie für mich eines Tages tragbarer wird.

Langsam versuche ich einen Weg zu gehen.

Und dann so allmählich

werden die Wege länger, die ich gehen kann.

Auf diesen Wegen begegne ich einem Menschen,

der mit mir spricht,

der mir zuhört,

der mich versteht,

der meine Dunkelheit erhellt.

Da ist Licht!

Erdmute Wiarda

Inhaltsverzeichnis

Ich bin ver - rückt 1

Inhalt 2

Vorwort 3

Berichte 4

 

Ein paar Gedanken zum Thema Trauer(-arbeit) 4

Hallo 5

Für Sascha 7

Ein neues Bild aus Scherben 9

Jonas, gewachsen um zu sterben 10

Das Leben nach dem Verlust 13

Erinnerung im Herzen 16

Ich bleibe auf dem Weg 18

Froh zu sein bedarf es wenig 21

Ich wünschte, du wärst hier 25

Liebe Dagmar! 26

Elf Jahre danach 33

Der Gevatter Tod 37

Keine heile Welt mehr 39

Die Auswirkungen des Todes

meines Sohnes 40

Viele mühsame kleine Schritte 42

Gedanken im Jahr Drei

nach Florians Tod 44

Sie würde wollen,

dass es mir gut geht 47

Mein Weg 50

Jeder Tag ist Veränderung 54

Jedes Ende gebiert

einen neuen Anfang 55

Nicole 57

Und ich hab es doch getragen 58

Was bleibt, ist die Stille 59

Verändertes Leben 62

Bericht einer Tante 64

Bericht eines Großvaters 66

 

Geschwister 67

Er war kein Heiliger 67

Jeden Tag denke ich an ihn 68

Mehr als ein Bruder 69

Verloren 70

Der Abschied 71

Ich verlor ein Stück Kindheit 73

 

Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. 75

Bericht über das 8. Jahrestreffen 75

Grußwort von Doris Schröder-Köpf 75

Was bleibt? 75

Kommentar zum Vortrag von

Georg Schwikart 77

Impressionen zum Malworkshop 77

Ein Abend voller Märchen 78

Workshop Geschwistertrauer 79

Der Trauer Gestalt geben 80

www.veid.de 82

 

Regionen 85

Ansprache zum Selbsthilfetag 85

Das Leben nach dem Überleben 86

Selbsthilfegruppe Geldern 88

Danke 89

Selbsthilfegruppe Gotha 89

10 Jahre Verwaiste Eltern Landshut 91

Selbsthilfegruppe Leipzig 92

Neue Selbsthilfegruppe in Regensburg 92

Selbsthilfegruppe Spreewald 94

Selbsthilfegruppe Tübingen 95

Und wer begleitet mich? 95

 

Ideen für die Arbeit mit Trauernden 97

Mein eigenes Leben, meine Fähigkeiten,

meine Möglichkeiten 97

Dein Name bleibt 99

Erinnerungs-Buch 100

Workshop Schreiben 100

Der erste Urlaub 102

 

Forum 103

Damit ihr Licht für immer leuchte ... 103

ZDF - Hallo Deutschland! 105

Trauer in einer fremden Kultur 108

Anmerkungen zu Trauerritualen 109

 

Bücher 110

 

Anhang 116


Suchen

Interaktiv

Wir freuen uns immer über Vorschläge, wie wir unser Angebot ausbauen können. Schreiben Sie uns!

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit und damit Familien in der schwierigsten Zeit Ihres Lebens.

Jetzt online spenden


Oder spenden Sie direkt:

Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE26 370205000008321100
BIC:  BFSWDE33

Herzlichen Dank für Ihre Spende!

© 2018 - VEID - ® "Verwaiste Eltern" ist seit 1997 eingetragenes und geschütztes Markenzeichen des Veid. Die Verwendung Bedarf der Zustimmung.