Fehl- und Totgeburten werden in Bremen künftig bestattet

BREMEN, 4. März (dpa). Alle Tot- und Fehlgeburten sollen in Bremen künftig bestattet werden. Damit verankert Bremen als erstes Bundesland eine gesetzliche Bestattungspflicht für Föten. Die Regelung wurde nach Angaben der Bremer Krankenhausgesellschaft einvernehmlich zwischen allen Krankenhäusern getroffen. Bislang wurden Föten unterhalb eines Gewichtes von 500 Gramm vielfach weder beurkundet noch statistisch erfasst. Sofern die Eltern der toten Embryos sie nicht beerdigen ließen, seien sie bisher beseitigt worden, berichtet das Magazin "Der Spiegel". Nun sollen die toten Föten bei regelmäßig stattfindenden, überkonfessionellen Trauerfeiern auf drei Bremer Friedhöfen anonym beigesetzt werden. Die Krankenhäuser laden die Angehörigen zur Bestattung ein. "Wir wollen ihnen einen Platz geben, an dem sie um ihr Kind trauern können, und ihnen so helfen, mit dem traumatisierenden Erlebnis umzugehen", sagte eine Sprecherin der Krankenhausgesellschaft der Hansestadt Bremen.

FAZ vom 05.03.2001


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