Fotos: Manfred Sailer, Füssen
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Gedenkstätte in Füssen aus Allgäuer Zeitung

 

Gedenkstätte in Füssen ein Beispiel für andere Orte

 

Grab für tot geborene Kinder stößt auf positives Echo - "Leid und Trauer menschenwürdig und christlich beantworten"

Füssen (az).

Die Gedenkstätte auf dem alten  Friedhof für tot geborene Kinder stößt bei Bürgern und Urlaubsgästen auf ein positives Echo. Das kam vor kurzem beim Treffen der Füssener Stadt- und Kirchenführer zum Ausdruck. Ebenso bei der jüngsten Zusammenkunft der "Interesseninitiative der Gedenk- und Ruhestätte für tot geborene Kinder".

Stadtführer Max Holzmann berichtete vor seinen Kolleginnen und Kollegen von Gesprächen mit Teilnehmern seiner Führungen. Große Anerkennung habe die Gedenkstätte erfahren. In die gleiche Richtung gingen Berichte beim Treffen der Interesseninitiative. "Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit konnte erreicht werden", wurde bei der Zusammenkunft erklärt, "dass sich andere Menschen aufgerufen fühlten, das Beispiel Füssen in ihrer Stadt ähnlich umzusetzen."  Jedenfalls habe die Gedenkstätte in Füssen bei Bürgern aus Osnabrück Interesse geweckt.

Die "lnteresseninitiative der Gedenk- und Ruhestätte für tot geborene Kinder" hatte im Füssener Franziskanerkloster ihre jüngste Zusammenkunft.  Dabei wurde über den Stand der Entwicklung dieser neuen Füssener Initiative informiert und diskutiert. Vertreter der Stadt Füssen,  der katholischen Kirche und der Kirchenverwaltung St. Mang, auf deren Sebastiansfriedhof die "Gedenk- und Ruhestätte" liegt, Vertreter des Krankenhauses Füssen und der Trauerbegleitung stellten einmütig fest: Dieser Ort der Trauer wurde in der Bevölkerung gut angenommen. Außerdem wurden die Grabpffege, die Verteilung von Aufgaben und nicht zuletzt die Finanzen besprochen.

Unterhalt aus Spenden finanziert

Vor kurzen fand auch ein erstes tot geborenes Baby in diesem Grab auf dem Sebastiansfriedhof "eine letzte und würdige Ruhestätte". Der Unterhalt dieser Gedenkstätte wird ganz aus Spenden finanziert. Wohlwollend wurde von den Teilnehmern empfunden, wie angesichts dieser ganz konkreten Not vor Ort verschiedene Menschen positiv zusammenarbeiten, "damit Leid und Trauer menschenwürdig und christlich beantwortet werden können".

Wer die Initiative unterstützen will, kann auf folgendes Konto eine Spende überweisen: Katholische Kirchenstiftung St. Mang Sparkasse Allgäu, BLZ 733 50000, Konto-Nummer 610273435, Stichwort: "Frühgeburten".

Aus: Allgäuer Zeitung vom Dienstag, den 09.12.2003

 

Gedenk- und Ruhestätte für totgeborene Kinder in Füssen

 

Den Spaziergängern und Friedhofsbesuchern des Sebastiansfriedhofes in Füssen fällt seit einiger Zeit ein größeres Gräberfeld an der östlichen Friedhofsmauer auf. Es ist umrahmt von Buchsbäumchen, schlicht bepflanzt und auf einem Sockel liegt eine große, weiße Marmorhand, die zärtlich ein kleines Kind, gemeißelt aus  Pöllatgestein, umschließt.

Wer in den letzten Monaten die Medien verfolgt hat, weiß, hier handelt es sich um die "Gedenkstätte für totgeborene Kinder". Kinder die zu klein und zu schwach waren um zu leben. Kinder die ein Geburtsgewicht unter 500 Gramm hatten und bereits im 4. oder 5. Schwangerschaftsmonat im Mutterleib verstorben sind (Medizinisch als Fehl- oder Totgeburten bezeichnet).

Für Mütter die freudig auf die Geburt ihres Kindes warten, bedeutet so ein früher Tod ihres Kindes ein schwerer Schock! Hoffnungen und Pläne werden zunichte gemacht und oft stellen sich die Eltern die Fragen:" Warum durfte ausgerechnet unser Kind nicht leben? Was haben wir falsch gemacht?" Und natürlich auch die Frage: "Was geschieht mit unserem Kind, dass nun tot ist und der Gesetzgeber erst eine Bestattung bei einem Geburtsgewicht von über 500 Gramm vorschreibt?

Der Gesetzestext lautet etwa so: "Solch Kinder sind mit dem übrigen Klinikmüll zu verbrennen!" Und so geschah dies auch bisher. Diese "Lösung" bedeuten ein weiterer schwerer Schock für die trauernden Eltern und ein unzumutbarer Zustand für das medizinische Personal im Krankenhaus. Deshalb haben sich die Trauerbegleitung und die Kirchengemeinden aus Füssen entschlossen, dem Vorbild aus Augsburg zu folgen, und eine Gedenk- und Ruhestätte für totgeborenene Kinder zu errichten. Nach einjähriger intensiver Vorbereitungsarbeit wurde diese Stätte am 2. Juli 2003 eingeweiht. Eine Interesseninitiative bestehend aus Vertretern der Pfarreien, des Krankenhauses und der Stadtverwaltung Füssen, sowie der Trauerbegleitung, entstand. Diese kümmert sich nun um die trauernden Eltern und ihr totgeborenes Kind, ebenso wie um die Pflege und Erhaltung des Kindergräberfeldes.

Da all diese Arbeit ausschließlich aus Spendengeldern finanziert wird und den betroffenen Eltern so gut wie keinerlei Kosten entstehen, ist die Interesseninitiative dringend auf Spendengelder angewiesen! Spendenkonto: Sparkasse Allgäu Konto-Nu. 610273435 Kirchenstiftung St. Mang "Frühgeburten"

Beate Begander

 


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