Wenn der Tod am Anfang steht -

Kindergemeinschaftsgrabstätte "Schmetterling" auf dem Bergfriedhof

"Wenn ich mein Kind begraben müsste - das wäre das Schlimmste, was mir passieren könnte." Diesen Satz kann man von Eltern hören, aber auch von Menschen, die selbst gar keine Kinder haben. Es gibt mehr Familien, die dieses Schicksal tragen müssen, als man denkt.

Eltern, die ein Kind durch Tod verlieren, stürzen in eine große Krise. Darum  müssen sie wissen, wo ihr Kind begraben liegt. Einen Ort für die Trauer zu haben ist eine große Hilfe auf dem Weg der Verarbeitung.

Im Umgang mit dem Tod von Kindern, die vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind, arbeiten die Universitäts-Frauenklinik, das Institut für Pathologie, die Neonatologie, Klinikseelsorge und Friedhofsverwaltung eng zusammen. In der Neonatologie  gibt es seit einiger Zeit einen Aufbahrungsraum für so früh verstorbene Kinder. Die Klinik sorgt gemeinsam mit der Klinikseelsorge einmal jährlich für die gemeinsame Bestattung nicht bestattungspflichtiger Kinder. Die Kosten trägt das Uniklinikum. Im letzten Jahr hat die Stadt auf dem Bergfriedhof für die ganz Kleinen eine neue Kindergemeinschaftsgrabstätte eingerichtet. Sie trägt den Namen "Schmetterling". Um die hohen Kosten für die betroffenen Familien erträglicher zu machen,  wird sie von der Gemeinschaft Tübinger Friedhofsgärtner unentgeltlich gepflegt.

All diese Bemühungen zielen  auf eine Kultur des Sterbens in Würde. Vor allem aber stehen sie im Zeichen der Unterstützung jener Menschen, die das schwere Schicksal trifft, ein Kind loslassen zu müssen, bevor es noch recht mit ihnen leben durfte.

Die evang. und kath. Kirche bitten nun um Spenden, damit die Eltern in dieser Situation  finanziell entlastet werden können. Die Neuanlage der Gemeinschaftsgrabstätte "Schmetterling" erforderte Investitionskosten von etwa 10.000 € - ein Betrag, der bis jetzt über die Grabgebühren abgedeckt wird. Dies treibt jedoch die Gebühren, die auf eine junge Familie oder auch Alleinerziehende zukommen, in eine Höhe, die nicht zumutbar ist und auch im Vergleich zu den in den umliegenden Kreisen üblichen Gebühren in keinem Verhältnis steht. Es kann nicht angehen, dass Menschen, die ein so schweres Schicksal tragen müssen, auch noch in wirtschaftlicher Hinsicht bis an die Grenze der Belastbarkeit oder gar darüber hinaus gefordert werden.

Allen, die sich von dieser Not angesprochen fühlen, danken die Kirchen, auch im Namen der betroffenen Eltern, von ganzem Herzen.

Weitere Informationen: www.katholische-kirche-tuebingen.de

Spendenkonto:

Katholische Gesamtkirchenpflege Tübingen

Konto: 16719 bei der Kreissparkasse Tübingen, BLZ 64150020

Verwendungszweck Schmetterling (2620.03.3510.1000)

 

Tübingen, 15.11.2005

Dekan Thomas Steiger,

Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer

Dekanat Rottenburg

Kirchenbezirk Tübingen

 

Reutlinger Generalanzeiger vom 17.11.2005

Bestattung - Kirchen sammeln, um die Gebühren für die Eltern zu senken. Gärtner übernehmen die Pflege

 

Gräberfeld für Kinder: Schön, aber teuer  

 

TÜBINGEN. »Es ist eine schöne Anlage. Und bei der Stadt war man vermutlich selber überrascht, dass es jetzt so teuer wird«, sagt Marie-Luise Kling-de Lazzer. Vor einem Jahr wurde auf dem Tübinger Bergfriedhof ein Gräberfeld angelegt für die Bestattung von Kindern, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Ein Ort der Trauer und der Erinnerung. Mit einem unangenehmen Nebeneffekt: »Die Eltern müssen plötzlich statt 80 Euro mehr als 900 bezahlen«, berichtet die Dekanin der evangelischen Kirche.

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